Ausgleichsflächen fast komplett

Ein neuer Investor will auf einem Areal an der B 14 ein Gebäude errichten, in dem ein Supermarkt und eine Drogerie einziehen sollen. Bild: waj
Lokales
Hirschau
29.07.2015
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Dieses Thema wird erst nach der Sommerpause wirklich aktuell. Dennoch widmete sich der Hirschauer Stadtrat den neuen Entwicklungen beim Bebauungsplan an der Bundesstraße 14.

Bereits seit 1999 gibt es einen rechtskräftigen Bebauungsplan für diesen Bereich, der die Errichtung eines Supermarktes und einer Drogerie vorsieht. Doch seit damals hat sich einiges geändert, so dass 2013 ein neuer Plan entworfen wurde. Der erlangte jedoch nie Rechtskraft, unter anderem weil der ursprüngliche Investor ausgestiegen war und mittlerweile ein neuer dessen Stelle eingenommen hatte, aber auch, weil einige notwendige Ausgleichsflächen nicht erworben werden konnten. So steht man jetzt vor einer neuen Situation, die Diplom-Ingenieur Siegfried Lösch dem Stadtrat in dessen Sitzung vorstellte.

In einem Gebäude

Ein großer Unterschied zur ursprünglichen Planung wurde dabei offenbar: Statt in zwei Einzelgebäuden sollen die Märkte in einem gemeinsamen Baukörper untergebracht werden. Dies hat laut Planer gegenüber dem alten Entwurf den Vorteil, dass der dort verlaufende Bach nicht überbaut wird und man die Fußgänger- und Radfahrer-Achse, die aus der Innenstadt herausführt, besser in die Vorfläche des Marktes einbeziehen kann.

Außerdem liegt bei der neuen Planung für praktisch alle vorgesehenen Ausgleichsflächen schon die Zusage vor, dass sie erworben werden könnten. Nur ein einziges dafür vorgesehenes Teilgebiet von rund 150 Quadratmetern Größe bereitet noch ein wenig Kopfzerbrechen, denn der Anlieger würde es gerne selbst als Lagerfläche nutzen. Aber, so meinte Lösch, vorausgesetzt die Städtebauförderung gestatte dem Anlieger die Nutzung, werde man für eine so verhältnismäßig kleine Fläche sicher auch einen Ersatz finden.

Erst Kosten ermitteln

Mit dieser Planung solle nun also "bei der Regierung angeklopft" werden, schlug Bürgermeister Hermann Falk (CSU) vor und bat um die Zustimmung des Stadtrats. 2. Bürgermeister Josef Birner (SPD) zeigte sich allerdings von dieser Vorgehensweise nicht begeistert: "Sollte man nicht erst den städtebaulichen Vertrag dahingehend neu mit dem Investor aushandeln, wer die Kosten für diese und weitere Plan-Änderungen trägt? Ich möchte hier die Stadt absichern!" Wenn dies geklärt sei, könne man weiterplanen. CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Jürgen Schönberger gab zu bedenken, dass der neue Investor mit Sicherheit zuverlässiger sei als der alte. Und auch Siegfried Lösch erklärte, dass erst eine Planung nötig sei, bevor man mit dem Investor auf deren Basis Details für den städtebaulichen Vertrag verhandeln könne.

Bürgermeister Falk schlug schließlich vor, vorab aufzuschlüsseln, wer die Kosten für die neuen Pläne übernimmt, und bekam mit dieser Anregung schließlich bei einer Gegenstimme die Genehmigung, die Planungen weiter voranzutreiben.
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