Bürgermeister Hermann Falk und Stadtratsfraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen
Den Gürtel enger schnallen

30 Jahre währt die Tradition des CSU-Dreikönigsfrühschoppens. Vor einem vollen Haus nahm CSU-Stadtratsfraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger (am Rednerpult) zu Themen der großen und kleinen Politik Stellung. Bild: u
Lokales
Hirschau
13.01.2015
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Schönberger waren sich einig: Hirschau muss 2015 den Gürtel enger schnallen. Grund dafür ist der Rückgang der Gewerbesteuer. Trotzdem wird man wichtige Projekte anpacken beziehungsweise vollenden.

(u) Beim Dreikönigsfrühschoppen der CSU war das Josefshaus voll. Da es derzeit keinen Pächter gibt, sorgte ein CSU-Team mit Unterstützung von Sportpark-Wirt Sandro Lutz für eine Weißwurstbrotzeit. Musikalisch begrüßt und am Ende mit Bayernlied und Nationalhymne verabschiedet wurden die Gäste vom Musikzug. Ortsvorsitzende Birgit Birner bezeichnete die CSU als "Partei des Dialogs". Sehr gut aufgestellt sah CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz die CSU in Hirschau wie in allen Ortsverbänden im Landkreis.

Fraktionschef Schönberger plädierte für eine Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen. Im Landkreis gebe es große Hilfsbereitschaft. Die in Hirschau lebenden Asylbewerber könnten sich gut aufgenommen fühlen. Ihnen werde vielfältig geholfen, etwa mit Deutschunterricht, mit Kleidung oder einem Fahrtdienst zum Sprachkurs. Notwendig sei ein menschenwürdiges Asylverfahren auf europäischer Ebene.

Sanierung vor Abschluss

Die Stadt befindet sich laut Schönberger sich im Umbruch. Die Sanierung des Zentrums werde in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen. Der Fraktion sei die Darstellung der historischen Brunnenstandorte ein Anliegen. Wichtiger Punkt sei die Ausgestaltung des Infopoints gewesen, der vor der Sparkasse seinen Platz finden soll. Schwierig war laut Schönberger die Wahl des Marktplatzbrunnens gewesen. Hier seien die Meinungen quer durch die Fraktionen auseinander gegangen.

Mit der Sanierung der Friedhofsmauer, dem Ausbau der AS 18, der Neugestaltung des Friedhof-Parkplatzes und dem Anschluss des Kellerwegs stünden weitere Projekte vor dem Abschluss. Die Stadt bringe dafür rund 950 000 Euro auf. Veranschlagt gewesen seien 870 000 Euro.

Weniger Gewerbesteuer

Wenn die Josef- und Walkstraße nach Fertigstellung der Fernwärmeanschlüsse instandgesetzt seien, sei auch rund um die Altstadt eine holperfreie Fahrt möglich. Die Erschließung des Baugebiets Sonnenstraße laufe. Viele Reservierungen lägen vor. Finanziell sei 2014 nicht wunschgemäß verlaufen. Im Haushalt habe man mit Gewerbesteuern von etwa sechs Millionen Euro kalkuliert, habe jedoch nur knapp vier Millionen erhalten. Um die Zahlungen leisten zu können, sei eine Kreditaufnahme von 2,3 Millionen Euro beschlossen worden. Für 2015 sei von einer Gewerbesteuereinnahme von etwa vier Millionen Euro auszugehen. Das entspreche dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Positiv wirkten sich die um 600 000 Euro niedrigere Kreisumlage und der Erhalt einer Schlüsselzuweisung in Höhe von 189 000 Euro aus. "2015 muss alles unter der Maßgabe des finanziell Machbaren angegangen werden", resümierte Schönberger.

Bürgermeister Hermann Falk wertete die Schaffung eines neuen Gewerbegebiets in Richtung Weiden positiv. Die Verhandlungen für eine Erweiterung am Dienhof seien gescheitert. Logistisch gesehen sei das Gelände Richtung Weiden sowieso besser geeignet. Für den Ausbau des Radwegenetzes von Hirschau nach Amberg habe er mit den beteiligten Kommunen, dem Straßenbau- und dem Landratsamt Gespräche aufgenommen. Er hoffe, dass in naher Zukunft ein Teilabschnitt auf der Hirschauer Seite angegangen werde.

Für Fernwärme melden

Der Ausbau des Fernwärmenetzes sei abgeschlossen. Anschlusswillige sollten sich mit der AOVE oder der Stadt in Verbindung setzen. Als schwierig bezeichnete Falk das Thema Pongratz-Anwesen in Steiningloh. Das älteste Gebäude im Dorf sollte erhalten bleiben. Dies sei aber nur mit hohem Kostenaufwand möglich. Problematisch sei zudem die künftige Nutzung. Im Stadtgebiet sei das "schnelle Internet" bereits vorhanden. Im April werde mit dem Ausbau in einigen Orten begonnen.
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