Da staunt der Hackl Schorsch

Als Rodellegende kennt den Hackl Schorsch (Vierter von rechts) jeder. Als Biogas-Werbeträger ist er noch neu im Geschäft. Er lernte das Freizeitzentrum Monte Kaolino als ein Musterbeispiel dafür kennen, dass Wärme aus Biogasanlagen auch im Sommer nutzbar ist. Im Hirschauer Fall liefert die Biogasanlage Weiher, deren Betreiber an ihren blauen Polo-Shirts zu erkennen sind. Von links: Norbert Stangl, Michael Beck, Monte-Betriebsleiter Andreas Gebhardt, Hermann Ott, Karl Hanauer, Laurenz Beck, Werner Wendl und
Lokales
Hirschau
06.05.2015
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Kaum seinem Auto entstiegen, entfuhr dem Hackl Schorsch ein "Sakra, des is also der legendäre Monte Kaolino". Zum Rodeln war die Sport-Legende allerdings nicht zum Berg gekommen. Eher als Biogas-Prophet.

Der Berchtesgadener, der drei olympische Goldmedaillen im Rodeln gewonnen hat, zehnmal Welt- und siebenmal Europameister wurde, war am Monte, um Filmaufnahmen für eine Werbekampagne des Fachverbandes Biogas zu machen. Die vierteilige Sequenz über Biogaswärme-Nutzung wird auf Youtube zu sehen sein. Der Fachverband betrachtet das Freizeitzentrum am Monte als Musterbeispiel dafür, dass Biogaswärme auch im Sommer sinnvoll eingesetzt werden kann. Die Biogasanlage Weiher-Kricklhof (WK-Energie) versorgt das Freizeitzentrum das ganze Jahr über mit Wärme.

Die WK-Energie liefert

Die Betreiber der WK-Energie - Laurenz und Michael Beck, Karl Hanauer, Hermann Ott, Norbert Stangl, Werner Wendl - und Monte-Betriebsleiter Andreas Gebhardt fütterten Hackl noch vor dem Dreh mit Informationen. So erfuhr er, dass der Freizeitpark vom 1. Januar 2014 bis 12. Januar 2015 laut Wärmemengenzähler 849,17 Megawattstunden von der WK-Energie bezog. Man beheizt das Planschbecken (35 Kubikmeter), das Nichtschwimmer- (338 m3) und das Schwimmerbecken (758 m3), außerdem die Sanitärgebäude des Campingplatzes, die Betriebsgebäude und Sanitäreinrichtungen des Freibads und das Restaurant.

Diese Art der Wärmenutzung ermöglichte eine Verlängerung der Badesaison bis in den Oktober. Heuer öffnete das Freibad schon am 24. April. Wassertemperatur: 25 Grad. Im Schwimmerbecken tummelten sich bei einer Außentemperatur um 15 Grad einige Schwimmerinnen. Bürgermeister Hermann Falk erwähnte die Vorreiterrolle Hirschaus in Sachen Biogas. In der Stadt gebe es eine zweite Biogasanlage in der Nähe von Ehenfeld. Durch sie werden Teile der Innenstadt mit Fernwärme versorgt.

Nach den Dreharbeiten ging es in die Biogasanlage Weiher-Kricklhof. Werner Wendl verdeutlichte dort, dass das Substrat für die Anlage von den fünf beteiligten Landwirten selbst geliefert werde. Etwa drei Viertel der Menge sei Mais. 20 Tonnen brauche man jeden Tag, im Jahr also den Ertrag von 150 Hektar Fläche. Da 80 Prozent davon in zwei Kilometer Umkreis um die Anlage liegen, müsse man bei der Ernte wenig durch Ortschaften fahren, wenn man die Pflanzen zur Anlage bringe.

Guter Biogasbotschafter

Fazit: Der Besuch schuf eine gute Grundlage, dass der Hackl Schorsch seine Rolle als Biogasbotschafter kompetent und glaubwürdig spielen kann - nicht nur im Werbefilm.
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