Das betreute Wohnen
CSU: Haus Conrad erweitern

Lokales
Hirschau
12.10.2015
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im Haus Conrad ist nach Meinung der CSU-Stadtratsfraktion ein Erfolgsmodell. Alle acht Wohnungen sind seit April belegt und die Bewohner fühlen sich wohl. Laut Stadtverwaltung gibt es weitere Interessenten. Daher sollte eine Erweiterung des Angebots ins Auge gefasst werden.

(u) Das östlich angrenzende Grundstück an der Postgasse würde sich dafür sehr gut eignen, ist die CSU überzeugt. Die Fraktionsmitglieder machten sich mit ihrem Vorsitzenden Hans-Jürgen Schönberger und Bürgermeister Hermann Falk vor Ort ein Bild über die Situation der Einrichtung, die im November 2013 offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden war und in Kooperation mit dem BRK-Heim und der Caritas-Sozialstation betrieben wird.

Seniorenheim als Nachbar

Das Haus Conrad, dessen Bau Klaus Conrad mit einer Millionenspende unterstützte, ist laut CSU das vorläufige i-Tüpfelchen auf das seit Jahrzehnten geknüpfte Netz an Senioreneinrichtungen der Stadtgemeinde. Die unmittelbare Nachbarschaft des BRK-Seniorenheims St. Barbara erweise sich als Pluspunkt für das Haus Conrad. Der vom ersten Stock aus geschaffene, direkte Übergang werde gut angenommen. Einige der Bewohner nehmen ihre Mahlzeiten im benachbarten Heim ein, andere in der eigenen Wohnung. Mittlerweile besuchen einige Haus-Conrad-Mieter die diversen Veranstaltungen, die im Seniorenheim angeboten werden.

Als enorm wichtig für das Funktionieren des betreuten Wohnens erachtete Schönberger das Leistungsangebot der Caritas-Sozialstation, das individuell gebucht werden kann. Nach Auskunft des ehrenamtlichen Geschäftsführers Richard Sellmeyer beginnt dieses mit dem Sicherstellen der notwendigen Behandlungspflegen. Das Schwestern- und Pflegepersonal gibt Hilfestellung beim Baden und Haarewaschen, begleite die Senioren zum Arzt, Frisör oder Friedhof, erledigt tägliche Besorgungen und geht mit oder ohne die Bewohner zum Einkaufen. Der Stationshausmeister sorgt für die Sauberkeit im Treppenhaus und in den Fluren und kümmert sich um die Außenanlagen. Temporär erfolgt zudem ein Besuchsdienst. Dabei erkundet man bei Gesprächen mit den Bewohnern einen etwaigen Verbesserungsbedarf.

Als besonders wertvoll erachtet Sellmeyer die Hausnotrufeinrichtung Vitakt, die rund um die Uhr erreichbar ist. Auf der Alarmierungsliste steht die Sozialstation ganz oben. Der Bewohner trägt den Notrufknopf direkt am Handgelenk. Wird dieser ausgelöst, erfolgt die Alarmierung in der Notrufzentrale. Zu jeder Wohnung kann - ohne dass der Bewohner ein technisches Gerät bedienen muss - umgehend eine Sprechverbindung aufgebaut und die Notsituation erfragt und eingeordnet werden. Der Notruf wird unmittelbar an die Sozialstation weitergeleitet.

Selbstbestimmt leben

Stationsgeschäftsführer Sellmeyer beurteilte die Erfahrungen mit dem betreuten Wohnen als ausgesprochen gut. Die Bewohner könnten selbstbestimmt leben. Die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz funktioniere reibungslos. Die Essensversorgung sei sehr gut. Als hervorragend stufte Sellmeyer die Lage des Hauses Conrad ein, da Ärzte, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten und die Kirche auf kurzen Wegen zu erreichen sind.

Keine Durchfahrtsstraße

Schönberger zollte dem BRK und der Caritas-Sozialstation große Anerkennung für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Der Stadtrat habe seinerzeit richtig entschieden, als er sich für beide Einrichtungen als Kooperationspartner entschieden habe.

Bürgermeister Falk und die CSU-Stadtratsmitglieder monierten in Übereinstimmung mit den Bewohnern, dass die Feuerwehrzufahrt zwischen Haus Conrad und BRK-Seniorenheim als Durchfahrtsstraße von der Klostergasse zur Postgasse und umgekehrt genutzt wird.
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