Dem Glauben verschrieben

Lokales
Hirschau
27.06.2015
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Es gibt wohl kaum einen anderen Beruf, in dessen ureigenster Natur es liegt, dass andere direkten Anteil an ihm nehmen, als den des Seelsorgers. Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann feierte 40. Priesterjubiläum.

Der Geistliche wurde am 28. Juni 1975 im Dom St. Peter in Regensburg von Bischof Rudolf Graber zum Priester geweiht. Vor diesem Hintergrund feierte er mit der Pfarreiengemeinschaft Hirschau-Ehenfeld nun sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Dem Festgottesdienst in der voll besetzten, vom Frauenbund festlich geschmückten Stadtpfarrkirche folgten ein Empfang und ein abschließendes, gemeinsames Mittagessen im Josefshaus.

Mit dem Jubilar versammelten sich bei dem Gottesdienst Pater Alfons Tony (Würzburg), Pater Jeremias Kiesl (Erfurt), Ruhestandspfarrer Konrad Kummer, Diakon Richard Sellmeyer, Pastoralreferentin Elisabeth Hammer-Butzkamm und Theologiestudent Ramon Rodriguez um den Volksaltar. Für die musikalische Gestaltung sorgte der von Dorothea Meyer dirigierte und durch den Hirschauer Frauenchor verstärkte Ehenfelder Kirchenchor. Sie sangen die Messe von Charles Gunaud und wurden von Andreas Basler sowie Iryna Hermann an der Orgel begleitet.

Die Konzelebranten hatten den Priesterjubilar an der Pfarrhoftür feierlich abgeholt. Diakon Sellmeyer überreichte ihm dabei eines von zwei Geschenken der Pfarreien - einen weißen Albe (liturgisches Messgewand). Mitglieder kirchlicher und weltlicher Vereine standen mit ihren Fahnenabordnungen Spalier auf dem Weg zum Turmportal der Kirche. Davor hatte die Katholische Junge Gemeinde (KJG) einen farbenfrohen Buntsandteppich mit der Abendmahlszene als Motiv gestaltet.

Bewegter Moment

Pfarrer Bergmann freute sich über diese überwältigende Anteilnahme an seinem Priesterjubiläum. Seit 40 Jahren gehöre der Appell, "Lasst uns danken dem Herrn, unserm Gott" zu seinem beruflichen Wirken, und jedes Mal habe er zur Antwort erhalten, "Das ist würdig und recht!". Dieser Dialog spiegle sich nun in anderer Form wider, zeigte sich Bergmann bewegt. Pater Alfons Tony, früher Prior des Augustinerklosters Weiden, beschrieb in seiner Predigt den Jubilar als jemanden, der zuhören könne und Stellung beziehe.

Ihm liege "das Evangelium und der Glaube an Christus, wie er in der katholischen Kirche überliefert ist, am Herzen". Dafür setze er sich ein. Trotz aller ehrlicher Bemühungen um ein Leben im Glauben, kämen wegen Skandalen in der Kirche Christen zunehmend in Erklärungsnot, stellte der Prediger fest, und sie müssten sich gegenüber der säkularen Gesellschaft rechtfertigen. Dennoch könne man sich gewiss sein, "dass Jesus nicht von Bord gegangen ist" und in der Mitte der Gemeinde sei.

Klassik als Überraschung

Nach der Messfeier ging es, angeführt vom Musikzug, zum Josefshaus. Dort erwartete die Gäste ein Sektempfang. Nach Dekan Walter Hellauer, der an den Tag von Bergmanns Priesterweihe erinnerte, kamen auch weltliche Grußredner zu Wort. Landrat Richard Reisinger sprach von einem "Festtag gleichermaßen für Pfarrer und Herrgott". Schon mit der Weihe zum Diakon habe sich Pfarrer Bergmann lebenslänglich für "die Konsequenzen eines geweihten Lebens und damit für die Steuerklasse 1 entschieden".

Damit war die Situation aufgelockert und Diakon Sellmeyer wartete mit dem zweiten Pfarreigeschenk auf: einem Überraschungskonzert von Stefan Schultes (Klavier) und Alexandra Reger (Querflöte). Sie präsentierten die Sonate G-Dur von Giovanni Battista Sammartini, das Andante C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart und Drei Romanzen von Robert Schumann.
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