Demokratie kann kuschelig sein

Lokales
Hirschau
30.12.2014
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Harmonie pur herrschte in der letzten Sitzung des Stadtrates für dieses Jahr. Ein Zustand, der schon seit der Kommunalwahl im Frühjahr festzustellen ist.

"Du kannst Dinge tun, die ich nicht tun kann. Ich kann Dinge tun, die du nicht tun kannst. Zusammen können wir große Dinge tun." Dieses Zitat von Mutter Teresa gab Bürgermeister Hermann Falk als Motto für die Abschlusssitzung des Stadtrates aus. Die Fraktionsvorsitzenden bestätigten ein aufwendiges, diskussionsfreudiges und intensives Sitzungsjahr im konstruktiven Miteinander, in dem das Gremium ein großes Stück näher zusammengerückt sei.

Ein bunter Stadtrat

"Uns allen wurde bei der Wahl das Vertrauen geschenkt, um unseren Beitrag für die Gestaltung und zum Wohl unserer Stadt zu leisten und ich habe festgestellt, dass wir ein sehr vielfältiger und bunter Stadtrat sind", betonte der Rathauschef. Er erinnerte, dass das Gremium schon zu Beginn der Stadtratsperiode nachhaltige Entscheidungen treffen musste. Sechs öffentliche und zehn nichtöffentliche Sitzungen mit einer Gesamtdauer von 30 Stunden und drei Minuten und 157 Beschlüssen, stehen laut Falk auf der statistischen Seite. Dazu komme noch die Arbeit in den Ausschüssen.

Mit einem Blick auf die Stadtentwicklung konnte Hermann Falk erfreuliche Zahlen vermelden: Zwar standen auch 2014 35 Geburten gegen 65 Sterbefälle - aber 251 Zuzüge machten die 226 Wegzüge mehr als wett. Inzwischen sei der Einwohnerstand von 5793 auf 5842 gestiegen.

"Seit wir im neuen Stadtratsgremium zusammen sind, habe ich festgestellt, dass wir uns sehr gut verstehen, dass wir einen sehr respektvollen und auch freundlichen Umgang miteinander haben. Es wird hart diskutiert, es werden Meinungen ausgetauscht und vertreten, es wird aber jede Abstimmung so akzeptiert, wie sie ausgefallen ist - das ist gelebte Demokratie", betonte Bürgermeister Falk. Falk bestätigte den Stadträten Kreativität, Ideenreichtum und Fantasie. Die Räte würden sich vor Neuerungen nicht fürchten.

"Es werden Ideen, Erfahrungen und Vorstellungen aktiv in den Stadtrat eingebracht und es werden daraus gemeinsam über alle Fraktionen hinweg konstruktive und tragfähige Lösungen gesucht und oft auch umgesetzt", hob Falk hervor. CSU-Stadtratsfraktionssprecher Dr. Hans-Jürgen Schönberger bestätigte, dass das Stadtratsgremium ein aufwendiges, diskussionsfreudiges und intensives Sitzungsjahr hinter sich habe. "Wer mit offenen Augen durch Hirschau geht, muss feststellen, unsere Stadt befindet sich, trotz der noch vielen Baustellen, auf einem guten Weg", sagte Schönberger. Er erinnerte, dass die zu realisierenden Vorhaben und Projekte der nächsten Jahre vielfältig seien und war sich sicher, dass deren finanzielle Umsetzung den Stadträten noch einiges Kopfzerbrechen bereiten werde.

Es ist ein Ehrenamt

"Ich bin aber überzeugt, dass wir im Dialog, mit politischen Sachverstand und Vernunft sowie einem konstruktivem Miteinander dies bewältigen können", betonte er. SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzender Josef Birner erinnerte, dass bei allem politischen und demokratischen Ringen auch in der Zukunft nicht vergessen werden dürfe, dass die Mitgliedschaft im Stadtrat ein Ehrenamt sei, das in der Freizeit ausgeübt werde.

Auch FW-Fraktionssprecher Günther Schuster bestätigte, dass die Arbeit im Stadtrat geprägt gewesen sei von einer fairen und sachlichen Zusammenarbeit. "Was ist eine Stadtsanierung ohne nachhaltige Stadtentwicklung?", fragte Schuster.
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