Die Vorletzten werden die Ersten sein

Baggern, pritschen und schmettern am Fuße des Monte Kaolino: Knapp 300 Volleyballer in 63 Mannschaften spielten an zwei Tagen um die Siegerpokale beim 38. Sandpokalturnier des VC/TuS Hirschau. Bild: brü
Lokales
Hirschau
24.06.2015
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Prinz Valium wirkt arg ruhiggestellt. Die Magic Four sind zwar vier, spielen aber gar nicht mal so zauberhaft. Dicke Nichten finden durch dichtes Fichtendickicht, wetzende Wichtel wuseln - und auch ein echter Olympia-Medaillengewinner schlägt am Monte Kaolino auf.

Pünktlich zum Beginn stoppte ein heftiger Platzregen die rund 300 Volleyballer beim 38. Sandpokalturnier des VC/TuS Hirschau. Es sollte dann auch nicht die letzte kalte Dusche von oben sein, doch die Sportler ließen sich davon nicht entmutigen und zogen ihre rund 250 Spiele wacker durch.

Im Wettbewerb der Viererteams gab Titelverteidiger "Kreuzigungsgruppe" in der Vorrunde lediglich einen Satz gegen den "1% Fett Ambrosius" ab. Auch die Hirschauer "Die Lämma" kamen mit nur einem Satzverlust weiter. Im Achtelfinale setzten sich sieben Gruppensieger durch, lediglich die "Axt im Sand" schied mit 0:2 gegen "1% Fett Ambrosius" aus. Das Aus für "Die Lämma" kam dann im Viertelfinale beim 0:2 gegen "Absolute beginners". Im Halbfinale setzten sich "Kreuzigungsgruppe" gegen "Die dicken Nichten" und " In Team" gegen die "Absolute beginners" jeweils klar durch.

Pokal wandert nach Stuttgart

"Kreuzigungsgruppe" wollte nun den Wanderpokal mit dem dritten Sieg in Serie endgültig mit nach Stuttgart nehmen. Und der hohe Favorit setzte sich in einem klasse Endspiel mit 21:17 und 21:17 gegen "In Team" durch. Der unterlegene Finalist feierte aber seine beste Platzierung beim Sandpokalturnier. In den Reihen der Sieger stand der Bronzemedaillengewinner von Olympia 2000 in Sydney: Jörg Ahmann, der mit seiner Familie schon Stammgast in Hirschau ist. Auch seine Kinder trugen tatkräftig zum erneuten Pokalsieg bei.

Sandförmchen scheitern früh

Stark spielten bei den Sechserteams die beiden Hirschauer Teams "ImPoSand" und "Netzwerk". "ImPoSand", die VCH-Damen mit Trainerverstärkung, belegten im Gesamtklassement Rang 6, die Jungenmannschaft "Netzwerk" Platz 15. Recht schnell war klar, dass es einen neuen Sieger geben würde: Titelverteidiger "Sandförmchen" verlor gegen die "Die Unbeweglichen".

"Sand im G'sichd" zog mit einem knappen Sieg ins Finale ein. Gegner dort waren "Die Vorletzten", die sich mit 2:0 gegen den Vorjahresfinalisten "Jawosama" durchgesetzt hatten. Das Endspiel war dann eine klare Angelegenheit. "Die Vorletzten" siegten erstmals am Monte mit 21:10 und 21:9.
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