Dieses Licht leuchtet bis heute

Kleine Geschenke gab es für alle, die sich seit zehn Jahren für die Lichtstrahlgruppe engagieren (von links): Monika Falk, Brigitte Gehring, Marianne Lobenhofer, Rosalinde Meier, Bäckermeister Hans Kredler, Christa Pulsfuß, Sozialstationsleiter Richard Sellmeyer, Ex-Stationsleiterin und Lichtstrahl-Gründerin Betty Bösl, Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann, Bürgermeister Hermann Falk, Hildegard Kohl und Werner Schulz. Bild: u
Lokales
Hirschau
09.03.2015
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Lichtstrahl wurde für Menschen, die vergesslich sind oder Demenz haben, ins Leben gerufen. Inzwischen gibt es dieses Betreuungsprojekt der Caritas-Sozialstation seit zehn Jahren.

Bei der Feier im Pfarrheim gab es vor allem für Gründerin Betty Bösl und das Team der Betreuerinnen Lob und Anerkennung von allen Seiten. Mit dem Lied "Aber griaß di, aber griaß di, i mog di so gern!", das sie jeden Mittwoch zu Beginn ihrer Treffen singen, hießen die Senioren auch ihre Gäste willkommen. "Gäbe es den Lichtstrahl-Treff nicht, müsste man ihn schleunigst erfinden", sagte Sozialstations-Chef Richard Sellmeyer. Er bezeichnete es als Glücksfall, dass damals Hildegard Kohl die Idee dazu von einer Fortbildung in Amberg mitgebracht habe und Betty Bösl dafür ein offenes Ohr hatte. Nicht nur die Patienten, sondern auch deren Angehörige habe man im Blick, denn diese benötigten dringend Entlastung von ihrer Betreuungs- und Pflegearbeit.

Dankbar, dass es den Lichtstrahl-Treff gibt, zeigte sich Bürgermeister Hermann Falk. Heute sei die Thematik Demenz in aller Munde, vor zehn Jahren sei dies noch nicht der Fall gewesen. Die Caritas-Sozialstation habe eine Vorreiterrolle eingenommen, "die damalige Leiterin Betty Bösl hat Weitblick und soziales Denken bewiesen". Die Angebote für die Senioren in der Betreuungszeit seien sehr interessant, angesprochen würden alle Sinne, damit Körper und Geist möglichst lange fit blieben. Ein Riesenkompliment machte Falk den Betreuerinnen: "Nicht irgendwelche Filmstars haben einen Oscar verdient. Hildegard Kohl, Christa Pulsfuß, Käthe Stark, Brigitte Gehring. Rosalinde Meier, Marianne Lobenhofer und Monika Falk sind die eigentlichen Stars."

Falk bezeichnete das Team als großes Vorbild der Gesellschaft, als einen "unersetzlichen Lichtstrahl". Diesem ehrenamtlichen Engagement verdanken es viele Menschen, dass sie in der gewohnten Umgebung bleiben könnten und nicht in die Isolation gedrängt würden. Ähnlich würdigte Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann diesen Einsatz. Die Frauen böten den Senioren jeden Mittwoch ein Zuhause, sie hätten zehn Jahre durchgehalten, seien dabei nicht alt geworden, sondern jung geblieben. Den Senioren gratulierte Bergmann dazu, dass sie mit dem Lichtstrahl-Treff einen "Platz an der Sonne" hätten. Für Hildegard Kohl ist die Bezeichnung Lichtstrahl sehr gut gewählt. Sie freute sich, dass Stationsleiter Richard Sellmeyer stets aufgeschlossen sei für die Lichtstrahl-Anliegen. Besonders dankte sie Gruppenleiterin Christa Pulsfuß und deren Team, zu dem auch Gerontotherapeutin Anita Dobmeier gehört. Seit der Gründung seien bei rund 500 Treffen etwa 5000 Senioren betreut worden.

Die Klangbrettgruppe habe viele Zusammenkünfte musikalisch begleitet, so Kohl weiter. Der Lichtstrahl-Treff sei ein Angebot an alle Menschen mit "eingeschränkter Alltagskompetenz" sei. Jeder, dem eine Pflegestufe zuerkannt sei, könne zu den Zusammenkünften kommen.
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