Ein-Mann-Theater tritt vor Grundschülern auf
Igel Hans lässt Kinderaugen glänzen

Frieder Kahlert wechselte seine selbstgefertigten Ledermasken, die Stimme, die Musik und die Körperhaltung ebenso schnell, wie die traumhaft gestalteten Stoffkulissen. Bild: hfz
Lokales
Hirschau
16.03.2015
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Strahlenden Glanz zauberte Frieder Kahlert in die Augen der Grundschüler aus Hirschau und Ehenfeld, als er in der Hirschauer Turnhalle gastierte. Mit dem Märchen "Hans, mein Igel" bereitete der Erzähler und Schauspieler den Mädchen und Buben, aber auch den Lehrkräften eine große Freude. "Märchen sind Geschichten, die die Tiefe der menschlichen Reise berühren", meint der seit Ende der 80er-Jahre mit zwei Partnern ein Ein-Mann-Erzähl-, Masken-, Bilder- und Musiktheater auf die Bühne bringt.

Frieder Kahlert wechselte bei dem Grimm'schen Märchen seine selbstgefertigten Ledermasken, die Stimme, die Musik und die Körperhaltung ebenso schnell, wie die traumhaft gestalteten Stoffkulissen. Kindgerecht wurden die kleinen Zuschauer in das Geschehen eingebunden, so dass sie gespannt lauschten und zum Schluss eine Zugabe forderten. "Wichtig ist mir auch die Kunst des Zuhörens", erklärte der Künstler. In Hirschau jedenfalls gelang dies hervorragend, da Kahlert ein komplettes Ensemble darstellte.

Durch seine grandiose Kunstfertigkeit, zum Beispiel auf dem Saxofon, verlieh der Akteur den Märchenfiguren ein sympathisches Leben. Und ein gutes Ende hatte die Geschichte auch: die Versöhnung mit dem Vater und als Dreingabe eine Königstochter als Frau. Das aktuelle Thema Inklusion wurde in das Märchenstück ebenfalls eingebaut, denn selbst der Vater lehnte zuerst die Andersartigkeit seines Sohnes ab, akzeptierte dann aber die spannende Entwicklung seines Kindes.
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