Einen Rekordbesuch gab es beim Osterkonzert des Musikzugs der Stadt Hirschau. Rund 600
Publikum aus dem Häuschen

Beim Osterkonzert bestätigte das von Annette Pruy (vorn stehend) dirigierte Orchester einmal mehr seine herausragende Rolle unter Hirschaus Kulturträgern. Bild: u
Lokales
Hirschau
11.04.2015
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Kulturfreunde erlebten zweieinhalb Stunden lang konzertante Blasmusik vom Feinsten. Bei der Veranstaltung in der Schulturnhalle feierte die Majorettengruppe ihr 40-jähriges Bestehen.

(u) Den größten Beitrag für den Erfolg leistete das 52-köpfige, von Annette Pruy dirigierte Orchester. Es ließ das Konzert zu einem Glanzpunkt des Hirschauer Kulturlebens werden. Sehen und hören lassen konnten sich auch die Beiträge des Jugendorchesters und der Bläserklasse, beide unter der musikalischen Leitung von Sophia Hofmann.

Die zehn Mädchen und Jungen der im Herbst 2014 gegründeten Bläserklasse gewannen das Publikum bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt im Handumdrehen für sich. Für ihr Medley bekannter Melodien wie "When the saints", "Old MacDonald had a farm" und Beethovens "Ode an die Freude" ernteten sie viel Beifall. Den Zugabewunsch erfüllten Sophia Hofmann und ihre Schützlinge mit dem "Hard Rock Blues" von John Higgins.

Musikalische Reise

Mit Steven Reinekes "Where Eagles Soar" gelang dem Orchester ein eindrucksvoller Einstieg. Danach wurden die Zuhörer mit Kurt Gäbles "Klang der Alpen" auf eine fantastische musikalische Reise mitgenommen. Ruhige, traditionelle Passagen wechselten sich mit temporeichen Passagen ab. Im Verlauf der Reise ließ Matthias Fenk zum Schellen der Kuhglocken sogar das Alphorn erklingen.

Beschwingt ging es weiter mit Charles Michiels "Jazzy Trombones" - temperamentvoll präsentiert von den Posaunisten Matthias Fenk, Michael Meindl und Erik Remhof. Kurt Gäbles Werk "Dialog der Generationen" beschrieb die Kommunikation zwischen Jung und Alt. Als Schmankerl der traditionellen Musik erwies sich Alexander Pflugers "Rumba di Polka". Auch gewährte das Orchester dem Publikum bei Alfred Bösendorfers Klanggemälde "Deutschlandbilder" einen Einblick in die Vielfalt der deutschen Musikwelt - von der sanften Waldandacht über eine elegante Polka bis hin zum grandiosen Finale mit "Gaudeamus igitur".

Bevor das Orchester den ersten Konzertteil mit Frank D. Cofields "New York, New York" abschloss, erinnerte Moderator Werner Schulz daran, dass der Musikzug vor 40 Jahren für zehn Tage in New York bei der Steuben-Parade in Manhattan mitmarschierte war. Tänzerisch begleitet wurde das Stück von der Majorettengruppe.

Nach der Pause gehörte die Bühne dem von Sophia Hofmann dirigierten Jugendorchester. Von Sebastian Dorfner humorvoll angekündigt, trafen die 22 Nachwuchsmusiker mit "Beachboys on Stage" den Geschmack des Publikums. Als Zugabe hatten die Jugendlichen Pharell Williams "Happy" parat.

Dann ergriff wieder das Orchester mit Steve McMillans "Summernight Rock" die Initiative. Tänzerisch wurde das Stück von den Majoretten Julia und Marie Giehrl sowie Olivia Neal begleitet. Für Heiterkeit sorgte Werner Schulz, als er Hardy Schneiders "Criminal Tango" gesanglich mit den ersten Takten des Stückes ankündigte.

Donnernder Applaus

Bei Markus Götz' "Groove Academy" konnten sich die Besucher von treibenden Basslinien, herausragenden Soloimprovisation auf Trompete und Tenorsaxophon und einem wilden Schlagzeug mitreißen lassen. Das Publikum dankte mit donnerndem Applaus und entließ die Musikerinnen und Musiker erst nach drei Zugaben.

Bürgermeister Hermann Falk zeigte sich begeistert von der Leistung des Orchesters. "Der Musikzug ist ein wichtiger Kulturträger der Stadt, der den Namen Hirschau weit in die Welt hinausträgt und großes Ansehen genießt", stellte er fest. Dem Vorsitzenden Maximilian Stein überreichte er einen Scheck.
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