Erfreuliche Berg-Predigt

Der Terminplan war eng, doch der Bischof wollte keinesfalls auf den Besuch auf dem Monte Kaolino verzichten. Hoch über dem Kaolinbecken sprach Dr. Rudolf Voderholzer seinen Segen über die AKW-Belegschaft und die Stadt. Damit kam er einer Bitte von AKW-Geschäftsführer Dr. Otto Hieber (vorne links) nach. Bild: usc
Lokales
Hirschau
21.10.2015
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Dazu gab der Bischof gerne seinen Segen: Die Amberger Kaolinwerke (AKW) werden zumindest bis 2018 keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen.

Der notwendige Personalabbau bei AKW erfolgt sozialverträglich über Rente und Altersteilzeit. Erfreut nahm Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer diese Auskunft bei einer Stippvisite beim größten Arbeitgeber der Kaolin-Region zur Kenntnis.

Voderholzer war unter anderem mit Landrat Richard Reisinger sowie Regionaldekan Ludwig Gradl (Amberg) und Dekan Walter Hellauer (Sulzbach-Rosenberg) zu AKW gekommen. Geschäftsführer Dr. Otto Hieber und Werkleiter Ralf Jeffraim stellten ihm im Konferenzraum das Unternehmen und seine Produkte vor. Hieber informierte auch über das Nachfolge-Nutzungskonzept für die beiden Bergbaubetriebe und erläuterte - auf Nachfrage des Bischofs - Maßnahmen zur Rekultivierung und Renaturierung.

Kaolinverkauf rückläufig

Hieber machte kein Geheimnis aus dem Rückgang im Kaolinverkauf. Dieser Umstand gehe auf den starken Produktionseinbruch in der Papierbranche zurück. Selbst in Bayern sei AKW mit Kaolinkonkurrenz aus Brasilien konfrontiert. Der Geschäftsführer berichtete von einem Personalstand von 475 Beschäftigten und 36 Auszubildenden. Trotz zusätzlicher Arbeitsplätze im neuen Sandwerk in der Tagebaugrube Schnaittenbach müsse man wegen der wirtschaftlichen Entwicklung Personal abbauen. Betriebsratsvorsitzender Josef Birner sprach dabei von Fairness seitens der Firma: Man habe einen hervorragenden Kompromiss getroffen, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließe. Der Vertrag zum sozialverträglichen Personalabbau laufe bis 2018. Dazu habe man Altersteilzeit vereinbart.

Über Bedarf

Hieber unterstrich ferner die hohe Qualität bei der Ausbildung. AKW bilde über Bedarf so gut aus, dass bei Nichtübernahme Chancen einer Weiterbeschäftigung in anderen Branchen bestünden.

Laut Birner legt AKW großen Wert auf Weiterqualifizierung seiner Mitarbeiter. So etwas zeichne ein Familienunternehmen wie die Quarzwerke aus. Bekanntschaft machte der Bischof bei seinem Besuch in der Verwaltung mit AKW-Mitarbeiter Bernhard Wisgickl, dem Kümmerer für den Christbaum, der heuer von Hirschau nach Rom gebracht wird.
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