Erstmal den Parkbedarf klären

Links die Schlossapotheke (gelbes Haus) und rechts die Apotheke am Apothekereck: Über einen Sonderparkplatz zwischen beiden diskutierten die Hirschauer Stadträte. Dabei kam auch ein Parkausweis für die Innenstadt zur Sprache. Bild: waj
Lokales
Hirschau
25.09.2015
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Nicht nur das Klärsystem (wir berichteten), sondern auch verschiedene Themen rund um Verkehr und Straßenbau bestimmten die Tagesordnung der Hirschauer Stadträte. Dazu gehörten neben dem Ausbau des Kernwegenetzes im Gebiet der AOVE auch nochmals die Parksituation in der sanierten Innenstadt.

Zu diesem Thema wurde nochmals über die Möglichkeiten einer Sonderparkregelung für die Anwohner in der Innenstadt beraten. Man war sich recht schnell einig, dass die beste Variante wohl wäre, Anwohnern die Möglichkeit zu bieten, für einen festzulegenden Betrag spezielle Parkausweise zu beantragen. Voraussetzung dafür solle sein, dass man seine Hauptwohnung in der Hirschauer Innenstadt und keine oder nicht ausreichende Stellplätze für das eigene Fahrzeug beim Haus habe.

Diskussion über Kosten

Diskussionen gab es allerdings über die Kosten für einen solchen Ausweis. Einige Stadträte, wie Michael Högl (SPD), waren der Ansicht, man solle die Gebühr sehr niedrig ansetzen, da die Anwohner ohnehin schon genug durch die Erschließungskosten für die Sanierung belastet seien. Andere, wie Günther Schuster (FW), meinten, die Ausweise dürften andererseits auch nicht zu billig sein, da sonst eine Antragsflut auf die Stadt zukomme und außer Anwohnern in der Innenstadt kaum noch Besucher und Geschäftskunden Parkplätze finden würden. Günther Amann (SPD) plädierte für die "goldene Mitte": "Wenn wir es zu teuer machen, werden dadurch nicht mehr Parkplätze frei - die Leute lassen sich nur andere Kniffe einfallen, um ihr Fahrzeug länger stehen lassen zu können und die Atmosphäre wird immer ungemütlicher."

Schließlich einigte man sich darauf, erst eine Umfrage unter den Anwohnern zu machen, um den Bedarf an Parkausweisen zu ermitteln und dann endgültig den Betrag festzulegen, der dann wohl zwischen 50 und 100 Euro liegen werde. Dieser Beschluss wurde mit zwei Gegenstimmen aus der SPD angenommen.

Ebenfalls zu dieser Thematik gehört die Ausweisung der Sonderparkplätze in der Innenstadt. Erneut musste hier die Ausweisung eines solchen zwischen den beiden Hirschauer Apotheken besprochen werden, da dieser am ursprünglich vorgesehenen Platz mit einer der neuen Ruhebänke "kollidiert". Alternativ könnte der Parkplatz entweder vor der Apotheke am Apothekereck eingerichtet werden, wobei einige Stadträte dies als "Wettbewerbsverzerrung" für die beiden Apotheken sahen - oder man streicht ihn komplett. Jeder Besitzer eines Schwerbehindertenausweises habe ohnehin das Recht, bis zu drei Stunden außerhalb jedes markierten Bereiches zu parken, hieß es aus dem Gremium.

Schlussendlich einigte sich der Stadtrat auf letztere Lösung - allerdings mit sechs Gegenstimmen seitens der SPD, die dennoch, wie zweiter Bürgermeister Josef Birner meinte, gerne auf Nummer sicher gehen würde und lieber den Sonderparkplatz vorm Apothekereck einzeichnen würden, als gar keinen.
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