"Es macht uns Spaß und glücklich, ein klein wenig Gutes zu tun." Dieser ihrer Einstellung folgend sammelte das Ehepaar Dieter und Renée Hoffmann in den vergangenen Monaten Kleidung, Bettwäsche, Schuhe, Handtaschen und Spielsachen für die
Ukraine bedarf dringend Hilfe

Der Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern, Winklarn-Schneeberg" kann auf die Unterstützung des Ehepaares Dieter und Renée Hoffmann (von rechts) zählen. Dessen Vorsitzender Anton Grauvogl (Zweiter von links), seine Frau Melissa (Mitte) und Josef Meierhofer (links) holten mit Kleidung, Bettwäsche, Schuhen und Spielsachen gefüllte Säcke und 40 volle Bananenschachteln für den nächsten Transport nach Rivne ab. Bild: u
Lokales
Hirschau
16.05.2015
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Ukraine-Hilfe.

(u) Nun holte Anton Grauvogl - seit 2013 Vorsitzender des Vereins "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern, Winklarn-Schneeberg" - bei den Hoffmanns 70 prall gefüllte Säcke und 40 ebenso volle Bananenkisten ab. Die Waren gehen mit dem nächsten Hilfstransport des Vereins nach Rivne im Nordwesten der Ukraine. Dieser ist nach Aussage Grauvogls, der bei der Abholung von seiner Frau Melissa und Josef Meierhofer begleitet wurde, für Freitag, 18. September, terminiert.

Der 1999 gegründete und als gemeinnützig anerkannte Verein unternimmt Grauvogl regelmäßig Hilfstransporte in das rund 1000 Kilometer entfernte Rivne. Beim Transport im Oktober vergangenen Jahres sei dem fünfköpfigen Helferteam vor Augen geführt worden, dass die Menschen dort Hilfe nötiger brauchen denn je. Was man an Leid und Not gesehen und erlebt habe, sei unvorstellbar. In der Region Rivne hätten sich über 600 Kriegsverletzte befunden. Viele Familien seien ohne Hab und Gut in die noch relativ ruhige Region geflüchtet.

Zu den Spendenempfängern in Rivne zählen ein Zentralkrankenhaus, eine Sozialstation, ein Waisenhaus, ein Kinderheim und eine Entbindungsklinik. In dieser werden im Durchschnitt pro Tag 15 Kinder geboren. Dankbar merkte Grauvogl an, dass man aus Hirschau schon Unterstützung durch Africa Luz Deutschland erhalten hat. Die ehrenamtliche Geschäftsführerin Bärbel Birner habe gebrauchte Brillen und Ultraschallgeräte für die Ukraine beigesteuert.

Grauvogl würdigte das Engagement von Dieter und Renée Hoffmann. Jeder der von ihnen gesammelten Artikel werde in dem Krisengebiet dringend gebraucht. Beide versicherten, sich weiter für die Ukraine-Hilfe einzusetzen. Sie hofften, bis zum September-Transport nochmals eine stattliche Menge an Hilfsgütern sammeln zu können. Die Bevölkerung kann jeden Freitag zwischen 8.30 und 13 Uhr Kleidung, Schuhe, Spielsachen - vor allem auch Fahrräder und Rollstühle - bei ihrem grünen Haus am Bischof-Bösl-Platz nördlich der Pfarrkirche abgeben. Während dieser Zeit halten die Hoffmanns dort regelmäßig einen Flohmarkt ab. Wer den Abgabetermin nicht wahrnehmen kann, stellt die Waren vor die Haustür.
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