Es war bei einem Saunabesuch, als vor einem Vierteljahrhundert Hans Drexler, Franz Dietz und Sepp Strobl auf die Idee kamen, unter dem Namen D'Watzndorfer eine Gesangsgruppe zu gründen. Ihr 25-jähriges Bestehen feierte diese mit einer zünftigen Schloosmuse im historischen Keller des Schloss-Hotels.
Geburtsstunde in der Sauna

Viel Lob und Anerkennung sowie Urkunden gab es für die beiden Watzndorfer-Gründungsmitglieder (von links): Bürgermeister Hermann Falk, Franz Dietz, Franz Dolles, Bürgermeister a. D. Hans Drexler, Georg Kustner und Richard Falk. Bilder: u (2)
Lokales
Hirschau
13.12.2014
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(u) Als musikalische Geburtstagsgäste hatte man das Trio Kreizderquer - die drei fesche Moidln aus Windischeschenbach bieten Oberpfälzer Liedgut - und das Neualbenreuther Zwio (Wirtshauslieder und Couplets) eingeladen. Stadtheimatpfleger Sepp Strobl führte mit Witz und Humor durch den kurzweiligen Abend. Ihm war es vorbehalten, die Musikgruppen vorzustellen, nachdem D'Watzndorfer in der aktuellen Besetzung Hans Drexler, Georg Kustner, Richard Falk und Franz Dolles das Publikum mit dem Lied "Ihr Manna und ihr Weibaleit" begrüßt hatten.

Dann ging es Schlag auf Schlag. D'Watzndorfer sangen von der "Böhmischn Muse", fragten "Wos is heint fia a Tog?", schwärmten vom "Watzndorfer Traum" und besangen "Geiers Anna". Das Trio Kreizderquer wartete mit einer Mischung aus Instrumental- und Gesangstücken auf. Zu letzteren gehörten der Zwiefache "D'Bäurin hot d'Katz voloun", "Hintan Stoi am Anga" und das "Jägerlied". Michaela Gachs Zither und die Geigen von Johanna Schmidt-Wolfahrt und Monika Burkhardt kamen beim Walzer "Da Stodecka" genauso wie mit den Stücken "In da Reite", "Fasnacht", "D'Waldtauberin", "S'Presentle" und dem Nabucco-Walzer zum Einsatz.

Leicht und ungezwungen müssen sie sein, dazu leicht verständlich, dann erobern Couplets die Herzen der Zuhörer. Genau dies gelang dem Neualbenreuther Zwio. Die von Monika Kunz und Franz Danhauser gesungenen Lieder erzählten vom Zusammenleben von Mann und Frau, vom Verliebtsein, von Eheproblemen oder enttäuschter Liebe. In ihrem Lied "Mancher glaubt im Himmelreich" zogen sie das Fazit: "Wir bleibn ledig auf der schöina Welt, erstens lebn ma gsünder, zwoatens sporn ma Geld." Zu einem ähnlichen Resultat kamen die beiden bei ihrem Couplet "Verliebt, verlobt verheiratet". "Wenn zwei verliebt sind, spricht das Herz in heißen Flammen. Wenn zwei verlobt sind, sprechen vernünftig sie zusammen. Wenn zwei verheirat sind, oh welche Pein, hast nichts mehr zredn, denn sie spricht ganz allein!"

Das Duo verstand es, das Publikum ins Programm einzubeziehen. Ihrer Aufforderung, Refrains mitzusingen, kamen die Zuhörer begeistert nach. Gut kamen auch die lustigen Geschichten wie die vom Bärnauer Bockl an.
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