Fernwärme als Erfolgsmodell

Im Zuge der Altstadtsanierung installieren Arbeiter derzeit in Hirschau auch das Fernwärmenetz unter der Federführung der AOVE-Bürgerenergie in Zusammenarbeit mit der Stadt. Bild: ads
Lokales
Hirschau
29.09.2014
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"Eiserner Wille" war notwendig, um das Fernwärmenetz in Hirschau zu verwirklichen, berichtete der frühere Bürgermeister Hans Drexler. Doch die Anstrengungen hätten sich gelohnt.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Technik stellte der ehemalige Bürgermeister Hans Drexler das Fernwärmekonzept vor. Er erinnerte, dass bereits 2012 ein Energieatlas für die Stadt erstellt worden und damit die Basis für ein Fernwärmenetz gelegt worden sei. "Zur Realisierung des Fernwärmenetzes war allerdings dann ein eiserner Wille nötig", erinnerte Drexler.

Verspäteter Startschuss

Für die AOVE-Bioenergie sei das Fernwärmenetz Hirschau Nord, das nun in Zusammenarbeit mit der Stadt verwirklicht werde, das vierte Projekt. Mit einigen Verzögerungen auch aufgrund der fehlenden Immissionschutzrechtlichen Genehmigung fiel der Startschuss für das Vorhaben erst im September 2013.

Allerdings hat es laut Drexler bei der Realisierung des Fernwärmenetzes eine Ausnahme in der Altstadt Hirschau West gegeben, denn zu diesem Zeitpunkt sei die Altstadtsanierung hier schon angelaufen gewesen, so dass die Baufirmen bereits anderweitig fixiert gewesen seien. "Inzwischen liegt ein Jahr Bauzeit für das Fernwärmenetz hinter uns und es haben sich erfreuliche Änderungen ergeben", bilanzierte er.

Wenn ursprünglich 77 Anschließer für das Fernwärmenetz mit einer Länge von 6 300 Metern und einer Anschlussleistung von 3 170 Kilowatt geplant gewesen seien, so könne man nach seinen Aussagen nun 130 Anschließer für das Fernwärmenetz mit einer Länge von 7 100 Metern und einer Anschlussleistung von 4 902 Kilowatt verbuchen. Der Investitionsbedarf ist laut Drexler von geplanten 1 905 000 auf 2 500 000 Euro gestiegen. Ebenso stiegen die gesamten Anschlussgebühren von 355 500 Euro auf 558 400 Euro.

Mehr Flexibilität

Der Referent erläuterte weiter die im Laufe des vergangenen Jahres entstandenen Probleme und Zusatzkosten. Weitere Kosten sind nach seinen Aussagen durch den Ausbau von Schlacke und deren Entsorgung in Höhe von 80 000 Euro entstanden, durch die Änderung der Biogasleitung in Höhe von 92 000 Euro und durch Schwierigkeiten in der Leitungsführung in der Walkstraße in Höhe von 40 000 Euro. Zusätzliche Kosten verursachten auch die Erweiterung des Anschlussnetzes in der Altstadt Ost mit 167 317 Euro, in der Blumenstraße mit 46 090 Euro und in der Josefstrasse mit 39 366 Euro.

Flexibilität hätten die Änderungen im Energie-Einsparungs-Gesetz für Blockheizkraftwerke ergeben, die Anpassung des Gasvertrags, die Pumpen- und Leitungs- und Steuerungstechnik sowie die Kapazität der Firmen, berichtete Hans Drexler.
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