Festspielverein präsentiert ein neues "Hirschauer Stückl" - Nochmals erweitertes Bühnenbild für ...
Glockenkrieg am Ehenbach

Glockenkrieg herrscht zwischen dem Schnaittenbacher Bürgermeister Simon Rosskopf (Roland Fritsch, hinten, Zweiter von links) und seinen Magistern samt Ehefrauen (alle hintere Reihe) sowie dem Hirschauer Bürgermeister Sebastian Hitzinger (Dieter Held, vorn, Vierter von rechts) und dessen Stadträten samt Gemahlinnen (alle vordere Reihe). Regisseurin Verena Bauer (vorn rechts) sorgt dafür, dass der Konflikt friedlich gelöst wird. Bild: u
Lokales
Hirschau
17.07.2015
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Seit nunmehr zehn Jahren bringt der Hirschauer Festspielverein im Turnus von zwei Jahren erfolgreich ein neues Hirschauer Stückl auf die große Bühne im Schlosshof vor der bezaubernden Kulisse der Alten Mälzerei. In diesem Jahr wird das Freilichtspiel "Der Glockenkrieg" zwischen Hirschau und Schnaittenbach nach einem Buch von Johannes Lippl und unter Regie von Verena Bauer für helle Aufregung sorgen.

Neu ist ein nochmals erweitertes Bühnenbild, für welches der Vorsitzende des Festspielvereins, Hans Drexler, verantwortlich zeichnet und das vom Künstler Jürgen Hartmann bemalt wurde. Diese Bühne zählt mit Sicherheit mit zu den schönsten und aufwendigsten ihrer Art in der umliegenden Freilichtszene. Die Festspiellandschaft der Oberpfalz ist seit einigen Jahren um einen bunten Farbtupfer reicher. Nach den Stücken "Die Erbschaft" (2005), "S' Brautfieber" (2007), "Die Steingutfabrik" (2009), "Exerziert is glei" (2011) und "Das Klosterkindl" (2013), heißt es 2015 Bühne frei für den "Glockenkrieg" mit rund 70 Darstellern. Premiere ist am Freitag, 17. Juli, um 20.30 Uhr auf der Bühne im Schlosshof, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Den Oberpfälzern sind sie seit Generationen ein Begriff, die "Hirschauer Stückl". Es sind Schelmenstücke, die den Ort bekannt gemacht haben. Bei den Theaterinszenierungen werden sie nicht einfach aufgereiht, sondern mit einer liebenswerten Geschichte aus der Biedermeierzeit verwoben.

Ein Schelmenstück aus der Oberpfalz

Im Hirschauer Kirchturm hängen die größeren Glocken - und die Schnaittenbacher bilden sich ein, dass dadurch Unwetter auf ihre Felder und Wiesen niedergehen, weil das eigene, "windige" Geläut einfach gegen das große Geläut der Hirschauer nicht ankommt. Zwischen den benachbarten Ortschaften Schnaittenbach und Hirschau bricht der Glockenkrieg aus.

Die Jugend beider Städte schert sich allerdings wenig um den Streit der Alten. Über die Grenze, die der Ehenbach bildet, werden zukünftige Ehe-Bande geknüpft. Darüber hinaus bringt ein schon lange dauernder Prozess wegen eines Waldstückes, der jetzt endgültig Verloren ist, die Schnaittenbacher Stadträte in Wut.

Sie reißen in einer Nacht- und Nebel-Aktion die Brücke über den Ehenbach ab - die Verbindungsbrücke zwischen den beiden Städten. Am nächsten Tag wird die Fronleichnamsprozession der Hirschauer an dieser Stelle empfindlich gestört.

Gestört werden auch die Ehe-Absichten der jungen Hirschauer Burschen und der feschen Mädchen aus Schnaittenbach durch ein vom Stadtrat beschlossenes Heiratsverbot. Aber die Mädchen sind für die Burschen der anderen Gemeinde unwiderstehlich schön... Die Besucher dürfen sich auf eine pointierte, liebevoll inszenierte Komödie freuen, in der natürlich auch die Hirschauer Stückl nicht zu kurz kommen werden.

Termine

Nach der Premiere am Freitag, 17. Juli, wird am Mittwoch, 22. Juli, am Freitag, 24. Juli, am Samstag, 25. Juli, am Mittwoch, 29. Juli, am Freitag, 31. Juli, am Samstag, 1. August und Sonntag, 2. August jeweils um 20.30 Uhr auf der Bühne im Schlosshof gespielt. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Die Theatergäste können den Abend bei einem Glas Sekt, Wein oder Bier sowie kulinarischen Angeboten genießen. Der Schlossvorhof ist ab 18.30 Uhr, während der Pause, sowie nach Spielende bewirtschaftet.
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