Für die Stadt geringe Gefahr

Sie erörterten die Hochwassergefahr für die Stadt Hirschau: vorne von links die beiden Vertreterinnen des Landratsamtes, Sabine Rüth (fachkundige Stelle für Wasserwirtschaft), Sigrid Stepan (Sachgebiet Wasserrecht), hinten von links Peter Fröhlich (Projektleiter am Wasserwirtschaftsamt), Christian Luber vom Landratsamt (Katastrophenschutz), Bürgermeister Hermann Falk und Dr. Hans Weiß (Abteilungsleiter Wasserwirtschaftsamt). Bild: hfz
Lokales
Hirschau
22.12.2014
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Hochwasser ist und bleibt ein aktuelles Thema, das haben die vergangenen Jahre gezeigt. Auch für die Stadt Hirschau werden Risikomanagement-Pläne erarbeitet.

Im Rathaus haben sich Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes mit Mitarbeitern des Landratsamts, Kreisbrandrat Fredi Weiß und Beschäftigten der Stadt Hirschau beziehungsweise des Klärwerks getroffen, um die Situation zu erörtern. Erarbeitet werden Risikomanagement-Pläne für Hirschau.

Als Grundlagen des Treffens der Fachstellen dienten die Hochwassergefahren- und -risikokarten des Landesamtes für Umwelt für den Bereich der Stadt Hirschau. Darauf ist dargestellt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein 100-jährliches Hochwasser (HQ 100) und ein Extremhochwasser (HQ extrem) eintreten wird.

Laut Peter Fröhlich, Projektleiter für Wasserwirtschaftsmanagement am Wasserwirtschaftsamt Weiden, haben die letzten großen Hochwasser der vergangenen Jahre deutlich gemacht, dass es ein aktuelles Thema ist, "mit dem wir uns in Zukunft stärker auseinandersetzen müssen". Die Kommune sei bei Hochwasser erster Ansprechpartner und verantwortlich für die örtliche Gefahrenabwehr.

Er bat die Kommune, sich aktiv an der Erstellung des Hochwasserrisiko-management-Plans zu beteiligen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wasser- und Klärwerks wurden Gefahrenstellen - Rückhaltebecken, Überlaufgitter, Gebäude mit Gefahrstoffen oder bei Hochwasser nicht mehr befahrbare Straßen im Hirschauer Einzugsgebiet - in den Karten des Wasserwirtschaftsamtes ausfindig gemacht und markiert.

Ein Fragenkatalog zur Risikobewertung der Stadt umfasst folgende Schutzgüter: menschliche Gesundheit, Umwelt, Kulturerbe, wirtschaftliche Tätigkeit und erhebliche Sachwerte. Diese wurden ebenfalls besprochen und in einer Tabelle festgehalten. Nach der ersten Auswertung der Daten kamen die Fachleute überein, dass die Stadt selbst bei Hochwassergefahr nicht oder nur gering betroffen sei. Die zuständigen Stellen wollen aber die Daten noch genauer auswerten und das Ergebnis der Stadt mitteilen. Die Bürger haben die Möglichkeit, Informationen über einen Kartendienst (Pegelstände, Gefahrenstellen) auf der Homepage der Stadt Hirschau einzusehen.
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