Generationen Hand in Hand

Einen lebendigen Gottesdienst gestalteten die Kinder und Schüler des Marienkindergartens - Haus des Kindes im BRK-Seniorenheim und sorgten dort für ein generationsübergreifendes Miteinander. Bild: ads
Lokales
Hirschau
27.10.2015
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"Kein Ich, kein Du, ein Wir. So machen wir das hier!", so lautet das Jahresmotto am Marien-Kindergarten - Haus des Kindes. Unter diesem Leitwort stand auch ein Wortgottesdienst, den die Mädchen und Buben für die älteren Menschen im BRK-Seniorenzentrum gestalteten.

Die Veranstaltung für die Senioren eine freudige Überraschung und für die Kinder ein schönes Erlebnis. Wie Einrichtungsleiterin Christa Bauer informierte, wolle man heuer die sozialen Kompetenz der Kinder besonders fördern. In der vergangenen Zeit sei positiv aufgefallen, dass sich viele Mädchen und Buben schneller kognitiv entwickelten als noch vor 20 Jahren. Sie zeigten große Eigeninitiative und Selbstständigkeit sowie ein sehr gutes logisches Denken.

Soziale Kompetenz

"Im Gegenzug rückt aber die soziale Kompetenz etwas ins Abseits. Aus diesem Grund stehen Projekte, Aktionen und viele pädagogische Angebote in diesem Jahr unter dem sozialen Aspekt", betonte Bauer. Deshalb übernehmen bereits in der Eingewöhnungsphase Anfang September die "alteingesessenen" Kinder die Position des Begleiters und Helfers für die Neuen. Ein weiterer wichtiger Ansatz ist die Gesellschaft im Allgemeinen. Deshalb beschlossen die Kinder zusammen mit ihren Erziehern und der Leitung des BRK-Seniorenheimes, zusammen mit den Heimbewohnern einen Wortgottesdienst zu gestalten. Dazu trafen sich in der Kapelle des Heims Kinder, Schüler und Betreuerinnen aus dem Haus des Kindes mit Pastoralreferentin Elisabeth Hammer-Butzkamm.

Die Mädchen und Buben begeisterten die Senioren mit ihrem Gesang. Bewusst hatte man einfache und vor allem bekannte Lieder ausgesucht. Speziell das Rollenspiel der Schüler aus den Klassen 1 bis 4 über die Äpfel und den lieben Gott begeisterte die zahlreichen Anwesenden. Hammer-Butzkamm veranschaulichte Gottes Liebe und Sorgfalt für die Menschen anhand kleiner Apfelkerne. Sie bezog die Kinder aktiv in den Gottesdienst mit ein.

Etwas gemeinsam machen

So waren alle mit Freude bei der Sache und konnten es kaum erwarten, sich am Ende bei den Senioren mit vielen selbstgebastelten Äpfeln mit Schoko-Inhalt für das Mitmachen zu bedanken. Außerdem waren am Apfel Gruppenfotos der Kinder zur Erinnerung angebracht. Die Pflegedienstleiterin verabschiedete die Kinder mit Süßigkeiten. "Solche kleinen, großen Dinge sind es, auf die es im Leben ankommt - ein Lächeln, das sich regt, ein Tränchen, das über die Wangen läuft - und das alles nur, weil Jung und Alt unter dem Motto ,Kein ich, kein Du ... ein Wir!' gemeinsam singen und zusammen Spaß haben", waren sich alle Beteiligten einig.
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