Heiratsverbot hilft auch nicht

Der Hof des Pflegschlosses wird auch Ende Juli und Anfang August 2015 der ideale Schauplatz für das Hirschauer Stückl sein. Sorgte zuletzt das "Klosterkindl", so ist es dieses Mal der "Glockenkrieg", der sich nicht recht mit den Heiratsabsichten von Hirschauer Burschen und Schnaittenbacher Mädchen verträgt. Bild: u
Lokales
Hirschau
18.12.2014
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Eines steht schon heute fest: Nächstes Jahr bricht der "Glockenkrieg" zwischen den Städten Hirschau und Schnaittenbach aus.

Der Schauplatz des Geschehens ist zwischen dem 17. Juli und dem 2. August die Freilichtbühne im Hof des Pflegschlosses. Dort präsentiert der Festspielverein das Volksstück "Der Glockenkrieg" - natürlich zugeschnitten auf die beiden rivalisierenden Städte im Kaolinpott.

Dem Festspielverein ist es zu verdanken, dass die Festspiellandschaft der Oberpfalz seit 2005 um einen originellen Farbtupfer reicher ist. Seither wird alle zwei Jahre ein "Hirschauer Stückl" aufgeführt, 2015 dann zum sechsten Mal. Nach "Die Erbschaft" (2005), "Die Steingutfabrik" (2007), "S'Braufieber" (2009), "Exerziert is glei" (2011) und "Das Klosterkindl" (2013) heißt es im Sommer 2015 Bühne frei für das Schelmenstück "Der Glockenkrieg" nach einem Buch von Johannes Lippl. Regie führt wieder Verena Bauer.

Auch im neuen Stückl wird deutlich, dass die Hirschauer über Generationen hinweg als die "Schildbürger der Oberpfalz" galten, wie schon 1619 in der "Descriptio Scheppenstatii" zu lesen ist. Dort heißt es: "Deren lächerliche Thaten werden soviel und mangerley herumgetragen, das sie theils den Schildbürgern, theils den Hirschauer zugeschrieben werden."

Auch dieses Mal werden nicht einfach Schelmenstreiche aneinandergereiht, sondern in die Handlung integriert. Die dreht sich um die größeren Glocken im Hirschauer Kirchturm. Die Schnaittenbacher bilden sich ein, dass dadurch Unwetter auf ihre Felder niedergehen, weil ihr windiges Geläut dagegen nicht ankommt. Im Glockenkrieg spielen ein Heiratsverbot, ein Prozess und eine gestörte Fronleichnamsprozession prominente Rollen. Die Besucher dürfen sich auf eine liebevolle Komödie mit über 70 Darstellern freuen.
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