Hirschauer Erstkommunikanten bedenken Amberger Tafel - Übergabe bei Andacht
Statt Geschenken eine Spende

Die 23 Erstkommunikanten und ihre Eltern verzichteten darauf, Kommuniongeschenke mit einem Gegengeschenk zu beantworten. Das so eingesparte Geld - immerhin 405 Euro - übergaben sie dem Vorsitzenden der Amberger Tafel, Bernhard Saurenbach (hinten Mitte). Bild: u
Lokales
Hirschau
20.05.2015
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Seit fast einem Jahrzehnt ist es in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Brauch, dass die Erstkommunikanten und ihre Eltern auf Gegengeschenke verzichten. Das gesparte Geld spenden sie alljährlich für eine caritative oder soziale Einrichtung. Dieses Mal hatten die Eltern und Kinder die Amberger Tafel dafür ausgewählt. Insgesamt gaben die Kommunionkinder 405 Euro.

Um die Spende in Empfang zu nehmen, kam Tafel-Vorsitzender Bernhard Saurenbach zur morgendlichen Andacht, die die 23 Erstkommunikanten und Pfarrer Hans-Peter Bergmann vor ihrem Kommunionausflug in der Pfarrkirche feierten.

Saurenbach gab den Kindern einen Einblick in die Arbeit der vor zehn Jahren gegründeten Amberger Tafel. Fast 100 Helfer versorgen rund 700 Haushalte mit etwa 1500 Personen in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach zweimal wöchentlich mit Lebensmitteln. Auch in Hirschau werden Familien betreut. Die registrierten Kunden erhalten für einen Obulus von zwei Euro je nach Angebotslage einen reichhaltigen Warenkorb. Jährlich gibt die Tafel 29 000 solche Körbe mit insgesamt etwa 320 Tonnen Lebensmittel aus, die sonst in der Mülltonne landen würden. Spender der Waren sind 70 Lebensmittelmärkte, Bäckereien und Metzgereien aus der Umgebung.

Wert legte Saurenbach auf die Tatsache, dass die Mitglieder der Tafel allesamt ehrenamtlich arbeiten. Er erklärte, dass Kinder und Eltern sich sicher sein könnten, mit ihrer Kommunionspende anderen Menschen, denen es nicht so gut geht, zu helfen.
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