Hirschauer Kirwa am Samstag/Sonntag, 5./6. September
Zweitägiges Fest

Lokales
Hirschau
25.08.2015
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Die Hirschauer Kirwa ist eines der Feste in der Region, deren Termin einen historischen Bezug zur tatsächlichen Weihe ihres Gotteshauses hat. Man kennt den genauen Segnungstag der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Es ist der Sonntag vor dem Fest Mariä Geburt, das am 8. September gefeiert wird - also grundsätzlich der erste Sonntag im September.

Aus den Chroniken der Pfarrei ist ersichtlich, dass die Kirche im Jahr 1848 unter Leitung des damaligen Stadtpfarrers Johann Baptist Kotz grundlegend saniert wurde. Nach 22 Wochen Bauzeit wurde das Gotteshaus am Sonntag vor Mariä Geburt wieder feierlich eingeweiht. Dieses Jahr trifft die Kirwa somit auf Sonntag, 6. September.

Ab 2009, als sich der Heimat- und Trachtenverein und die TuS/WE-Fußballer als Veranstalter zurückzogen hatten, wurde das Fest nur mehr am Kirchweihsonntag mit einem Gottesdienst und einem Frühschoppen im katholischen Pfarrheim gefeiert. Diakon Richard Sellmeyer und Musikzug-Chef Werner Stein hatten sich besonders dafür stark gemacht, die Kirwa nicht ganz sterben zu lassen. Vor zwei Jahren fanden beide einen Verbündeten - den Festspielverein. Diesem war es zu verdanken, dass der Brauchtumsveranstaltung neues Leben eingehaucht wurde.

Die Kirwa wurde erstmals wieder zwei Tage lang gefeiert und wieder mit einem Baum. So wird es auch dieses Jahr am Wochenende 5./6. September sein. Zentren des Geschehens sind die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und der Schlosshof vor den Festspieltribünen sowie die Alte Mälzerei. Damit die Kirwa gelingt, helfen Pfarrgemeinderat, Musikzug und Festspielverein zusammen. Für Samstag, 5. September, laden sie um 17 Uhr in den Schlosshof bei der Alten Mälzerei zum Baumaufstellen ein. Danach herrscht Festbetrieb. Ab 19 Uhr gibt es zünftig-originelle Musikunterhaltung mit Dieter Kohl und seinen Höidlbrummern.

Den Kirchweihsonntag eröffnet ein Kirchenzug. Dazu stellen sich die Vereine mit ihren Abordnungen - gerne in Tracht, Uniform oder sonstigem Kirwag'wand - um 8.40 Uhr auf dem Festspielgelände auf. Der Gottesdienst beginnt um 9 Uhr in der Pfarrkirche. Nach der Messe geht es per Festzug unter den Klängen des Musikzugs zum Frühschoppen zur Alten Mälzerei. Auch hier spielt der Musikzug auf. Am Nachmittag herrscht ab 14 Uhr Festbetrieb bei Kaffee und Kuchen. Um 16 Uhr wird noch einmal der Grill angeschürt. Dazu gibt es ab 18 Uhr bodenständige Musik mit den Höidlbrummern. Dass an beiden Tagen für Essen und Getränke gesorgt ist, versteht sich von selbst.
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