Hirschauer Viertklässler besichtigen Stadt Amberg
Festeste Fürstenstadt

Beim Frauenschanzl befand sich einst die Furt über die Vils, ein Übergang, den bereits vor über 1000 Jahren Fuhrwerke benutzten. Beim heutigen Steg über den Fluss stellte sich die Klasse zum Erinnerungsfoto auf. Bild: hfz
Lokales
Hirschau
08.10.2014
2
0
Die 4. Klasse der Grundschule Hirschau besuchte die Stadt Amberg. Zusammen mit ihrem Klassenleiter, Konrektor Josef Schmaußer, und Lehrerin Susanne Kasberger erkundete die Mädchen und Buben die mittelalterliche Stadtbefestigung der einst "festesten Fürstenstadt" (Bürgermeister Michael Schwaiger im 16. Jahrhundert).

Beim Mauerdurchbruch am Bahnhof vermuteten die Kinder eines der ehemals fünf Stadttore. Hier befand sich aber einst das Gasthaus "Auf der Wart". Erst 1859, als die Ostbahn Amberg erreichte, schaffte man diese kürzeste Verbindung von der Altstadt zum neuen Bahnhof.

Besonders faszinierend fanden die Kinder die Geschichte um den Doggnhansl, einem Kleinkriminellen, der in einem Turm der Stadtmauer als Zeitvertreib "Doggn" (ein altes Oberpfälzer Wort für Puppen) schnitzte. Der ehemalige Erzhafen vor der Stadtbrille erinnerte die Mädchen und Buben an den Ursprung des Reichtums Ambergs. "Flussabwärts Eisen, flussaufwärts Salz, das ist der Reichtum der Oberen Pfalz", sagten die Amberger damals.

In der Martinskirche entdeckten die Kinder nahe am Hochaltar die heilige Barbara als Patronin des Bergbaus und den heiligen Rupert, den Patron des Bistums Salzburg, der Quelle des Salzreichtums. Beim Landratsamt im einst dritten Schloss der Wittelsbacher fiel den Kindern das Glockenspiel auf. Das Walfischhaus war einigen schon bekannt. Dessen Balustrade diente einst zum Trocknen der Erzeugnisse des Färbermeisters.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9310)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.