Immer für eine Anekdote gut

Als den besten Einzelkeglern des Pokal-Turniers (linkes Foto) gratulierte unter anderem (von links) stellvertretender Landrat Franz Birkl: Michael Hackl (TuS Schnaittenbach, 4. Platz), Bernd Herrmann (SSV Bobingen, 2.), Michael Plössel (SKK Etzlwang, 3.) und Markus Luber (Fortuna Neukirchen, 1.). Die Sieger des 24-Stunden-Kegelns (rechtes Foto) heißen Anni Treter (Zweite von links), Mike Oettl ((Zweiter von rechts) ) und Ramona Langer (rechts), sie beglückwünschte Hirschaus stellvertretender Bürgermeister
Lokales
Hirschau
26.08.2015
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Aus dem "Saunogl" wurde in 50 Jahren ein renommierter Sportkegelverein, der mit einem 24-Stunden- sowie einem Pokal-Turnier dieses Jubiläum feierte.

Der legendäre Anderl Müller, älteren AZ-Lesern unter dem damaligen Kürzel "ll" bekannt - heute verbirgt sich dahinter eine andere Person -, war 1964 einer der Initiatoren der Hirschauer Fußballer, die aus einer Bierlaune heraus den Gesellschaftskegelclub "Saunogl" gründeten. Für den übergeordneten Verband war dieser Name natürlich nicht tragbar. Aus dem "Saunogl" wurden die Hirschauer Rot-Weiss-Kegler, benannt nach den Farben der TuS-Trikots und der Stadt.

Offen für jeden

Bei seinem Rückblick auf 50 Jahre Sportkegelclub Rot-Weiss unterstrich dessen Vorsitzender Dieter Held, dass der Verein für die Losung stehe, jeden willkommen zu hießen. Egal, ob ein guter oder weniger leistungsstarker Kegler. Rot-Weiss habe deshalb seit jeher damit zu kämpfen, dass die besten Spieler zu Vereinen gewechselt seien, die bereits in höheren Ligen spielten. Mit bis zu fünf Mannschaften stelle sich Rot-Weiss dem Spielbetrieb, Teams seien auf-, ab- und wieder aufgestiegen. Heute spiele Rot-Weiss auf vier mit modernster Technik ausgestatteten Bahnen im Sportpark von Hirschau, und die beste Mannschaft sehene ihre Premiere in der 2. Bundesliga herbei.

Zum 50-jährigen Bestehen hatte der Verein ein 24-Stunden-Kegeln ausgelobt, für das sich etwa 100 Frauen und Männer meldeten. Sie haben gut 6000 Schub absolviert. Bei den Frauen siegte Ramona Langer vor Anni Treter, die Herren-Wertung gewann Daniel Rösch vor Mike Oettl. 60 Schub kosteten bei diesem 24-Stunden-Kegeln fünf Euro, den so erzielten Erlös von 500 Euro überreichten Rot-Weiss-Vorsitzender Dieter Held und sein Kassier Alexander Held dem Förderverein Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien in Amberg (Flika).

Ein weiteres sportliches Highlight des Vereinsjubiläums war ein Pokal-Turnier, an dem sich neben Rot-Weiss auch Fortuna Neukirchen, der SSV Bobingen, TuS Schnaittenbach, Fortuna Hirschau und der SKK Etzlwang beteiligten. Zwar holten die Rot-Weiss-Kegler, die außer Konkurrenz spielten, mit 3580 Holz das beste Ergebnis, Turniergewinner mit 3433 Holz wurde aber Fortuna Neukirchen. Die weiteren Platzierungen: SSV Bobingen (3389), SKK Etzlwang (3285), TuS Schnaittenbach (3233) und Fortuna Hirschau (3194).

Schon erstaunlich

Das beste Einzelergebnis erzielte Patrick Krieger (Rot-Weiss) mit 619 Holz. Der stellvertretende Landrat Franz Birkl gratulierte zum 50-jährigen Vereinsjubiläum und wünschte dem Club weiterhin "Gut Holz". Josef Birner, stellvertretender Bürgermeister von Hirschau, merkte in einem Grußwort an, dass es schon erstaunlich sei, was innerhalb von 50 Jahren aus einer ursprünglichen Bierlaune heraus so werden könne. TuS-Vorsitzender Gerhard Fleischmann betonte, dass Rot-Weiss einen "super Weg hingelegt" habe und er hoffe, dass der Aufstieg in der nächsten Saison auch gelingen werde.
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