In den Geschäftsstellen Hirschau, Schnaittenbach und Freudenberg beschäftigt die Raiffeisenbank
Kein Wort zur geplanten Fusion

Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Hirschau (von links): Dr. Konrad Nagler, Liborius Gräßmann, Vorstandssprecher Norbert Waldhauser, Dieter Kohl, Vorstand Michael Hirmer und Aufsichtsratschef Karl Schurz.
Lokales
Hirschau
13.07.2015
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36 Mitarbeiter, die über 8000 Kunden betreuen. Fast 2500 davon sind Genossenschaftsmitglieder. Doch bei einer Bank dreht sich nicht immer alles um Zahlen. Das zeigte sich bei der Mitgliederversammlung.

(gfr) Die Raiffeisenbank Hirschau orientiere sich an den Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung, meinte Vorstandssprecher Norbert Waldhauser am Donnerstag im Josefshaus.

Bürgermeister Hermann Falk sagte bei dem Treffen, dass die Wurzeln genossenschaftlicher Zusammenschlüsse weit zurückreichten und als Selbsthilfeeinrichtung zu einem Erfolgsmodell geworden seien. Das niedrige Zinsniveau trübe allerdings den Ertrag, auf den sich die gesamte Branche auch künftig einstellen müsse. Die Genossenschaftsbank entziehe sich nicht ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, wenn sie Schulen, Kindergärten, Kirchen, Vereine und soziale Einrichtungen unterstütze. Karl Schurz, der Vorsitzende des Aufsichtsrates, meinte, dass 2014 ein Jahr mit vielen Turbulenzen in der Wirtschaft gewesen sei. Banken hätten es dabei schwer gehabt, gute Ergebnisse zu erreichen, was aber der Raiffeisenbank Hirschau dank des Engagements des Vorstandes und der Mitarbeiter gelungen sei.

Im Vorstandsbericht betonte Michael Hirmer, dass im Geschäftsjahr 2014 die Kundenkredite um 6,8 Prozent auf 65,2 Millionen Euro gestiegen seien. Vielfach hätten Kunden das niedrige Zinsniveau genutzt, um in die eigenen vier Wände oder den eigenen Betrieb zu investieren. Die Kundeneinlagen haben sich laut Hirmer um 2,1 Prozent auf mehr als 111 Millionen Euro erhöht. Insgesamt könne er das zum Vorjahr um 3,6 Prozent gestiegene betreute Kundenvolumen mit 288 Millionen Euro beziffern, davon 109 Millionen Euro bei Verbundpartnern. Michael Hirmer betonte, dass es auch mit der Bilanzsumme aufwärts gegangen sei. Sie betrage 147,7 Millionen Euro. Ein Plus von 2,6 Prozent. Der ausgewiesene Jahresüberschuss beläuft sich auf 166 000 Euro. 50 000 Euro gingen in die gesetzliche Rücklage. Über 31 000 Euro werden als dreiprozentige Dividende ausbezahlt.

Karl Schurz betonte abschließend, dass die Raiffeisenbank Hirschau von der geplanten Fusion der Volks- und Raiffeisenbank Amberg mit einer Genossenschaftsbank in Weiden nicht betroffen sei. "Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren, werden sie nicht öffentlich diskutieren." Weitere Zusammenschlüsse, so Schurz, könne er nicht ausschließen, seien aber derzeit kein Thema: "Uns geht's gut."
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