In der Erfolgsspur

Die Skier in der Hand, das Gewehr vom Kopf verdeckt auf dem Rücken steht Johannes Donhauser vor dem Rauschberg in Ruhpolding. Dort trainiert der 20-jährige Biathlet vom SCMK Hirschau seit Mai vergangenen Jahres bei Ricco Groß. Die schweißtreibenden Einheiten haben sich gelohnt: Donhauser löste die Fahrkarte für die Junioren-WM in Weißrussland. Bild: hfz
Lokales
Hirschau
13.02.2015
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Im Sommerbiathlon wurde er zweimal deutscher Meister, im Skilanglauf gewann er den bayerischen Titel. Jetzt sorgt Johannes Donhauser auch im Winterbiathlon für Furore. Der 20-jährige Raigeringer qualifizierte sich für die Junioren-WM in Weißrussland.

Der für den Skiclub Monte Kaolino Hirschau startende Johannes Donhauser gewann bei den Deutschlandpokal-Rennen in Oberhof den Zehn-Kilometer-Sprint, wurde einen Tag später bei einem weiteren Sprint Vierter und zum Abschluss im Verfolgungsrennen Siebter. In der Gesamtwertung bedeutete dies Platz drei - und das Ticket für die am Sonntag, 15. Februar, beginnende Junioren-WM in Raubichi/Weißrussland. "Dass ich da dabei sein darf, hat mich schon überrascht", gibt der 20-Jährige zu, der Biathlon erst seit knapp einem Dreivierteljahr als Hochleistungssport betreibt.

Als Kind lief Johannes Donhauser für die Skivereinigung Amberg, später im Trikot von Telis Finanz Regensburg. Mit zwölf Jahren kam er über seinen Vater Eberhard, der mehrfacher deutscher Meister im Sommerbiathlon ist, zum Schießen (bei Freischütz Karmensölden) und zum Sommerbiathlon. Das Skilanglaufen begann Johannes Donhauser erst mit 15 Jahren beim SCMK Hirschau und entschied sich dann für Winterbiathlon.

Trainiert wurde im Landesleistungszentrum am Arber und im Skistadion Neubau - was für ihn und seine Eltern mit viel Fahrzeiten und Aufwand verbunden war. Der nächste Schritt war im Mai vergangenen Jahres der Wechsel zum Bundesstützpunkt Ruhpolding in die Trainingsgruppe von Ex-Olympiasieger und Weltmeister Ricco Groß.

Dort hat Johannes Donhauser ideale Voraussetzungen für das Komplex-Training (Schießen und Laufen). Trainiert wird zweimal täglich, bis zu sechsmal pro Woche. "Das lief ganz gut", sagt Donhauser, der derzeit ein freiwilliges Jahr bei der Bundeswehr macht, mit Blick auf seine ersten Monate in Ruhpolding.

Am Sonntag, 15. Februar, geht es für die deutschen WM-Teilnehmer mit dem Flugzeug nach Minsk, von dort weiter nach Raubichi. Seinen ersten Start hat der Raigeringer am Donnerstag, 19. Februar, im 15-Kilometer-Einzelrennen, es folgen ein 10-Kilometer-Sprint (21. Februar), das Verfolgungsrennen über 12,5 Kilometer (22. Februar) und die 4 x 7,5-Kilometer am 24. Februar.

Gerade im Staffelwettbewerb sieht Donhauser gute Chancen auf eine Medaille. In den Einzelrennen hat er sich Top-20-Platzierungen zum Ziel gesetzt.
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