Johann Kummer feiert 95. Geburtstag
Heimat-Liebhaber

Nicht nur beim 95. Geburtstag ist Johann Kummer (sitzend) ein gefragter Mann. Bernhard Wisgickl, Leonhard Wischer, Astrid Geitner und Bürgermeister Hermann Falk (von links) gratulierten. Bild: waj
Lokales
Hirschau
30.11.2015
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Das Engagement für die Heimat hat schon immer das Leben von Johann Kummer aus Hirschau bestimmt. Entsprechend wurde auch an seinem 95. Geburtstag dieser Einsatz gewürdigt: Neben seiner Familie und Bürgermeister Hermann Falk kamen auch der Vorsitzende der Feuerwehr Massenricht, Bernhard Wisgickl - gleichzeitig ein Neffe des Jubilars -, ebenso wie der 2. Vorsitzende des VdK Hirschau, Leonhard Wischer, mit der Frauenbeauftragten des Ortsverbands, Erna Brauner, um zu gratulieren.

Johann Kummer wuchs in Obersteinbach auf und übernahm schließlich das landwirtschaftliche Anwesen der Eltern. Daneben war er jedoch auch noch in anderen Berufen tätig. So machte er die Meisterausbildung zum orthopädischen Schuhmacher und arbeitete auch im Tonbergbau. 13 Jahre lang fuhr er in die Barbara-Grube bei Ehenfeld ein. Anfang der 70er Jahre wurde er bei einem Grubeneinsturz verschüttet. Zwar wurde Johann Kummer gerettet, doch war er danach nicht mehr in der Lage, die körperlich schwere Arbeit des Bergmannes auszuüben.

Seine Verrentung hieß für den aktiven Mann aber nicht, sich ins Privatleben zurückzuziehen. Vielmehr engagierte er sich noch stärker als zuvor im ehrenamtlichen Bereich - so konnte er beispielsweise an seinem diesjährigen Geburtstag auf bemerkenswerte 77 Jahre als Mitglied der Massenrichter Feuerwehr zurückblicken. Auch in politischer Hinsicht setzte er sich für seine Gemeinde ein. Als Massenricht im Zuge der Gebietsreform im Jahr 1972 der Gemeinde Freihung zugeschlagen werden sollte, waren die Einwohner des Örtchens mit dieser Entscheidung nicht recht glücklich - fühlte man sich dem Nachbarstädtchen Hirschau doch viel stärker zugehörig. Johann Kummer gelang es, einen Bürgerentscheid auf die Beine zu stellen, bei dem das Votum für Hirschau fiel, und 1976 schließlich wurde Massenricht bei der Kaolinstadt eingemeindet.
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