Kinderfaschingszug schlängelt sich durch die Straßen Hirschaus
Helau aus 350 kleinen Kehlen

Per Leiterwagen bewältigten die Kinder des Zwergerltreffs die Gaudistrecke. Ihre Chefin Michaela Meier hatte letztes Jahr den ersten Hirschauer Kinderfaschingszug organisiert.
Lokales
Hirschau
13.02.2015
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Die Hirschauer Fosenacht ist endgültig zu neuem Leben erwacht. Die Sonne lachte vom wolkenlosen Himmel, als am Samstag gut 350 Kinder in einem fast einen Kilometer langen Zug von der Schlossbrauerei aus zum Marktplatz marschierten. Hunderte von Zuschauern säumten die Hauptstraße. Sie erwiderten stimmgewaltig die Oho-, Aha- und Helau-Rufe der vorbeiziehenden, tanzenden Maschkerer. Angeführt wurde der Gaudiwurm von Heimatpfleger Sepp Strobl in Stadtkommandanten-Uniform und der vor knapp einem Jahr von Regina Merkl gegründeten Kindergarde.

Prinz Michael I. und Prinzessin Marie I. mussten die Strecke nicht zu Fuß zurücklegen. Sie wurden zusammen mit Bürgermeister Hermann Falk im offenen Cabrio chauffiert, ebenso wie die Prinzenpaare aus Freudenberg, Schmidmühlen und Seugast. Für Annette Pruy, ihren Musikzug und die ihren Baton schwingenden Majoretten war der Kindergaudiwurm ein letztes, ideales Training für den bevorstehenden Rosenmontagsauftritt in Düsseldorf. Faschingserprobt präsentierten sich die Mädchen der Freudenberger Kindergarde. Sie bewegten sich nicht nur tanzend, sondern sogar Rad schlagend vorwärts.

Die Kinder und auch ihre erwachsenen Betreuer und Begleiter hatten sich durch die Bank originell kostümiert. Dies galt für die Mädchen und Jungen der drei Hirschauer Stiftungskindergärten und des Ehenfelder Kindergartens genauso wie für die Kleinen des Zwergerltreffs, die Trachten-Zwergerln oder den Nachwuchs des Anglervereins. Da wimmelte es vor weißen und schwarzen Schafen, Gespenstern, Zwergen, Feen, Zauberern und anderen Märchenfiguren.

Der Anglernachwuchs lockte mit Wiener Würstchen als Köder. Mit lautem Glockengeläute machte eine fünfköpfige Abordnung des Festspielvereins auf sich und das neue Hirschauer Stückl vom im Sommer zwischen Hirschau und Schnaittenbach ausbrechenden "Glockenkrieg" aufmerksam. Am 17. Juli feiert das Werk im Schlosshof Premiere.

Musikzugvorstand Maximilian Stein konnte am Ende eine mehr als positive Bilanz ziehen. Man sei von der Resonanz geradezu überwältigt gewesen. Sein Dank galt den vielen Helfern im Hintergrund
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