Kunstwerk auf Betonkuppel

Lokales
Hirschau
07.02.2015
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Soll's Granit sein? Oder Beton? Fragen, mit denen sich der Hirschauer Stadtrat bei seiner Sitzung befasste. Schließlich braucht das Kunstwerk, das den Marktplatz zieren soll, einen anständigen Sockel. Doch für die Licht- und Wasserspiele wünschen sich die Stadträte noch ein paar Alternativen.

Erneut war Landschaftsarchitekt Josef Garnhartner nach Hirschau gekommen, um mit den Stadträten einige Punkte zur Marktplatzgestaltung zu besprechen, unter anderem verschiedene Details zum Kunstwerk. Der Stadtplaner würde den vorgesehenen Brunnen keinesfalls zu nah an das Rathaus setzten. Da das Kunstobjekt auf eine Kuppe gesetzt werden soll, empfahl er dafür ein Fertigteil aus Beton. Dadurch würden sich die Fugenanteile minimieren.

Ein hochwertiger Werkstoff

Die Kuppel sollte nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig sein. Den gesamten Durchmesser (inclusive des Wasserumlaufs) gab der Planer mit 5,40 Meter an. "Wichtig ist, dass auch im Wasserbecken eine gute Breite herrscht." Da die Frage auftauchte, ob nicht Granit besser sei, betonte Garnhartner, dass sehr hochwertiger Beton die höchste Lebenserwartung habe. Die Stadträte müssten keine Sorge haben, dass dieser minderwertig sei. Die Kuppel in Granit anzufertigen, "kostet ordentlich Geld". Mit der Größe des Brunnens zeigte sich Josef Birner (SPD) einverstanden. "Wir brauchen eine gewisse imposante Größe, sonst geht der Brunnen auf unserem schönen Marktplatz unter." Und schließlich soll das Kunstwerk ja auch wirken.

CSU-Sprecher Dr. Hans-Jürgen Schönberger regte an, das Wasser im Umlauf zu bewegen. Daran hätten Kinder mehr Freude als wenn es "nur" am Kunstwerk herunter plätschern würde. Am Objekt selbst werde an vier Stellen Wasser austreten, weshalb der Stadtplaner die Auffassung vertritt, dass dies genug sei. "Man muss nicht unbedingt noch was draufsetzen." Josef Birner erinnerte daran, dass bei der Klausurtagung der Stadtrat die Meinung vertreten habe, das Wasser im Umlauf sollte bewegt werden. Garnhartner meinte, es sei kein Problem, seitlich Düsen einzubauen, die das Wasser in Rotation versetzen. SPD-Stadtrat Stefan Bauer sagte, es gäbe viele Möglichkeiten mit Licht und Wasser. "Das wertet so ein Teil schon auf." Man sollte nutzen, was die Technik hergebe. Der Landschaftsarchitekt entgegnete, er sei davon ausgegangen, dass die Wassereffekte am Objekt die wichtigsten seien. Seiner Meinung nach würde jede weitere Ausstattung wie Fontänen davon ablenken.

Varianten ausarbeiten

"Das würde ja nicht 24 Stunden laufen", warf Josef Birner ein. Er hätte sich mehr Alternativen gewünscht, damit der Stadtrat dann entscheiden könne, was er reinhaben wolle. "Es geht um die Möglichkeit, Möglichkeiten zu haben", argumentierte er. Bürgermeister Hermann Falk schlug vor, diesbezüglich nochmals mit dem Künstler zu reden. "Wir sind die Auftraggeber, wir zahlen, dann entscheiden wir auch", meinte Birner. Freie-Wähler-Stadträtin Johanna Erras-Dorfner könnte sich durchaus vorstellen, dass an Sonntagen mittags um 12 Uhr Fontänen sprudeln. "Es soll nicht ständig was sein, sondern eine zusätzliche Möglichkeit."

Falk regte an, dass die Planer zwei bis drei Vorschläge ausarbeiten. "Für mich ist das ein Kunstobjekt", argumentierte Peter Leitsoni (CSU). Außerdem sei es eine Kostenfrage, Zusätzliches werde "schon in eine deutliche Richtung nach oben gehen". Er stellte die Frage in den Raum, ob der Effekt, an ein paar Tagen um 12 Uhr für fünf Minuten das wert sei. Bei vier Gegenstimmen votierten die Stadträte für mehrere Alternativen. Einstimmig entschieden sie sich für den Werkstoff Beton.
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