Mehr als nur eine Drehleiter

Ein sechsköpfiges Feuerwehrteam war nach Karlsruhe gereist, um sich in das neue Drehleiterfahrzeug einweisen zu lassen und es anschließend nach Hirschau zu bringen (von links): Kommandant Sebastian Jasinsky, Jürgen Scheffmann, Michael Dobler, Matthias Müller, stellvertretender Kommandant Claus Meyer und Tobias Berger. Bild: u
Lokales
Hirschau
26.02.2015
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Da bekommen selbst gestandene Feuerwehrmänner leuchtende Augen. Die neue Drehleiter DLK 23/12 lässt fast keine Wünsche offen. Die Hirschauer Feuerwehr hat jetzt so eine.

Am Dienstagabend rollte es endlich auf den Hof der Hirschauer Feuerwehr - das neue Drehleiterfahrzeug DLK 23/12 (Baureihe L32 A-XS) von der Firma Metz. Kommandant Sebastian Jasinsky und fünf Kameraden waren am Montag nach Karlsruhe gefahren, um die neue Drehleiter abzunehmen. Nach einer zweitägigen umfangreichen Einweisung durch das Fachpersonal der Firma Metz konnte das neue Fahrzeug dann endlich nach Hirschau chauffiert werden.

Probleme mit der alten

Die alte Drehleiter - Baujahr 1985 - war längst in die Jahre gekommen. Das Fahrzeug verursachte wegen seiner hohen Laufleistung und vieler Betriebsstunden erhebliche Wartungs- und Instandsetzungskosten. Zudem war die Drehleiter mehrere Male wegen technischer Defekte nicht einsatzfähig gewesen. Weil diese Ausfälle im Ernstfall ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen, musste gehandelt werden.

Das neue Fahrzeug wurde zeitgleich mit der Drehleiter der Stadt Auerbach im Rahmen der interkommunalen Beschaffung in Auftrag gegeben. Für die gemeinsame Bestellung gab es einen extra Zuschuss des Freistaats. Da das Drehleiterfahrzeug auch überörtlich alarmiert wird, förderte auch der Landkreis die Anschaffung.

Die Drehleiter wird mit ihrer maximalen Steighöhe von 30 Metern nicht nur zur Personenrettung genutzt. Sie kann zusätzlich zur Brandbekämpfung aus großen Höhen und zum Ausleuchten von Unfallstellen verwendet werden. Besonderheiten am neuen Fahrzeug sind der vorne abknickbare Gelenkteil sowie ein mit 450 Kilogramm belastbarer Vier- Mann-Rettungskorb.

Modernste Technik

Zur Ausstattung gehören außerdem ein Wasserwerfer mit einer Leistung von 1600 Liter/Minute, Selbstschutzsprühdüsen im Boden des Rettungskorbs, ein elektrischer am Rettungskorb montierbarer Lüfter, zwei im Korb sowie im knickbaren Leiterteil montierte Farbkameras. Die gesamte Beleuchtung im Aufbau in moderner LED-Technik ist ebenfalls Standard.

Das Fahrgestell stammt von MAN, die Motorleistung beträgt 290 PS. Insgesamt hat das Fahrzeug ein Gewicht von 15,5 Tonnen. Die Besatzung besteht aus drei Personen.
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