Mehr Schüler dazu zu bewegen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen - das ist das Ziel der Aktion Schulwegmeister, die zwei Wochen lang an der Hirschauer Schule läuft. Rektor Hans Meindl zog eine positive Zwischenbilanz: "Ich hätte nicht erwartet, dass die Kinder die Aktion so motiviert und begeistert annehmen."
Zu Fuß oder mit Rad zur Schule

Zum Start der Aktion Schulwegmeister sicherten Polizeibeamte die sogenannten Fußhaltestellen an verkehrsreichen Straßen und Kreuzungen. Bild: ads
Lokales
Hirschau
15.05.2015
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(ads) Seit mehreren Jahren gibt es laut Meindl in Amberg die Initiative "Zu Fuß zur Schule", die von Polizei, Stadt, Verkehrswacht, Umweltverbänden und Kinderhilfswerk unterstützt wird. Da die Aktion dank der Bewegung an der frischen Luft gut für die Gesundheit und die Umwelt sei sowie zudem den Verkehr entlaste und Geld spare, habe das Lehrerkollegium sich zu einer Teilnahme entschlossen. Unter dem Titel Schulwegmeister sei die Aktion nach Infoveranstaltungen für die Eltern und Schüler ausgerufen worden.

Einige "Fußhaltestellen"

Die Kinder und Jugendlichen aller Klassen sollen dabei zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Auch wurden einige "Fußhaltestellen" eingerichtet. Die sind für Schüler gedacht, die mit dem Auto gebracht werden, weil sie einen sehr weiten Weg haben, aber trotzdem an der Aktion teilnehmen wollen. Die Mädchen und Buben steigen an der Fußhaltestelle aus dem Auto aus und gehen von dort zu Fuß weiter zur Schule. Am ersten Tag der Aktion wurden die wichtigsten Kreuzungen morgens von Polizisten gesichert.

Wie der Schulleiter informierte, führen die Lehrer eine Liste, in die die zu Fuß gegangenen und mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer eingetragen werden. Bei Busschülern wird der Weg zur Bushaltestelle berechnet. Schüler, die jeden Tag zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen, erhalten zum Abschluss der Aktion kleine Preise. Meindl betonte: "Derjenige, der die meisten Kilometer geht oder mit dem Fahrrad fährt, wird Schulwegmeister und bekommt einen Preis." Er betonte: "Mit unserem Schulwegmeister wollen wir das Bewusstsein der Kinder für Gesundheit und Umweltbewusstsein stärken. Diese Aktion soll keine Eintagsfliege sein, sondern zu längerfristigem oder dauerndem Schulweg-Gehen anregen."

Sehr motiviert

Der Schulleiter zeigt sich positiv überrascht über die hohe Motivation und das große Engagement der Kinder für die Aktion. Dazu beigetragen hätten Beispiele aus Entwicklungsländern, wo Kinder stundenlange Fußmärsche zurücklegen müssten, um zur Schule zu kommen. Der Rektor erinnerte daran, dass sich schon eine Woche vor Start der Aktion vier Schüler von Schnaittenbach zu Fuß auf den Weg in die Hirschauer Schule gemacht hätten. Tags darauf seien die Fünftklässler trotz Regens wieder marschiert.

Die Begeisterung der Schüler zeigt sich laut Meindl auch daran, dass inzwischen manche mit dem Rad von Schnaittenbach, Ehenfeld, Krickelsdorf, Gebenbach und sogar Kemnath zur Schule gekommen seien. Ihn freue besonders, dass sich auch Eltern und sogar Großeltern einklinkten und die Kinder mit dem Fahrrad oder zu Fuß begleiteten. Ziel sei es, dass nach Beendigung der Aktion die Schüler weiterhin Freude am gemeinsamen Gehen haben und weiterhin zu Fuß zur Schule kommen.
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