Mit der Staffel in der Goldspur

Vom Startschuss an lag die Hirschauerin Eva Grabinger (Nummer 5) an der Spitze des Feldes, übergab an Position eins und wurde mit der Staffel Bayern 1 deutsche Schülermeisterin. Bilder: hfz
Lokales
Hirschau
17.03.2015
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Sie springen die steilen Anstiege auf den Weltcup-Strecken in der Chiemgau-Arena hoch und kämpfen auf der Zielgerade um die letzten Meter: Beim Finale des deutschen Schülercups in Ruhpolding bringen zwei Hirschauer die bayerischen Skilangläufer auf Titelkurs.

Eva Grabinger und Jonas Schröter starteten am vergangenen Wochenende bei den finalen Rennen des deutschen Schülercups in Ruhpolding - und liefen ganz vorne mit. Auf den Stecken, die den hohen Anforderungen für die alljährlich in der Chiemgau-Arena ausgetragenen Biathlon-Weltcups genügen, ging es für die beiden Nachwuchs-Langläufer des SCMK Hirschau das letzte Mal in dieser Saison zu einer überregionalen Veranstaltung.

Volles Risiko

Auf dem Programm standen drei Wettkämpfe. Ein Techniksprint über 800 Meter, ein Massenstart-Rennen über 6 Kilometer in klassischer Technik und zum Abschluss eine Landesverbandsstaffel, in der die deutschen Schülermeister ermittelt wurden. Nach der Idee, durch die Wettkampfserie den im Querschnitt durch alle Disziplinen erfolgreichsten Athleten zu finden, war beim Techniksprint am Freitag nicht nur Schnelligkeit, sondern auch koordinatives Geschick gefordert, denn die 800 Meter lange Runde war gespickt mit Hindernissen wie einem Slalom, Bodenwellen, Doppelstockpassagen und vielen weiteren Elementen. Die beiden Hirschauer gingen den Parcours aggressiv und mit vollem Risiko an. Die Rechnung ging auf - Jonas Schröter wurde Zweiter, Eva Grabinger Dritte.

Strahlender Sonnenschein sorgte am Samstag zwar für traumhaftes Wetter, aber gleichzeitig auch für schwierige Schneeverhältnisse, da die Strecke immer weicher wurde. Beim Massenstart über 6 Kilometer war es für die beiden Hirschauer wichtig, sich von Beginn an eine gute Ausgangsposition in den großen Starterfeldern (etwa 50 Athleten) zu verschaffen. Beiden gelang das hervorragend, sie liefen jeweils in der Spitzengruppe ihrer Altersklasse mit. Grabinger hatte in der letzten Abfahrt Pech und stürzte, so dass sie allen Schwung verlor und es auf der Zielgeraden nicht mehr für einen Podestplatz reichte. Mit Platz fünf erzielte sie dennoch ein hervorragendes Resultat.

Das Rennen des Winters

Für Jonas Schröter sollte es das Rennen des Winters werden. Von Beginn an in der Spitzengruppe mitlaufend, hielt er sich das Rennen über kraftsparend im Feld auf. Dadurch konnte er eine Attacke am vorletzten Anstieg mitgehen und seine Position unter den ersten Sechs behaupten. In der letzten Abfahrt überholte er mit hervorragendem Material die Konkurrenz, startete einen fulminanten Sprint und brachte den Vorsprung sicher ins Ziel. In der Gesamtwertung erreichte Schröter, obwohl er krankheitsbedingt lediglich vier der sechs Wettkämpfe bestritt, den zweiten Rang. Grabinger wurde Fünfte. Bei der Landesverbandsstaffel am Sonntag hatten sich die beiden Hirschauer durch ihre Ergebnisse jeweils für die erste, also beste Staffel des bayerischen Skiverbandes qualifiziert. Vier mal drei Kilometer waren zu laufen und Grabinger legte vor, was ihre Mannschaftskolleginnen erfolgreich zu Ende brachten - sie übergab auf Position eins und wurde mit ihrem Team deutsche Schülermeisterin.

Auch Schröter war Startläufer seiner Staffel. Nach einem Sturz kurz nach dem Start kämpfte er sich wieder an die Spitze vor und legte so den Grundstein für den Triumph seiner Staffel, mit der auch er deutscher Schülermeister wurde.
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