Mit einer Fläche von rund 3,14 Hektar ist der Schindelweiher das größte Gewässer der Anglerfreunde. Der Verein hat den Teich seit 1994 gepachtet. Nach 20 Jahren wurde er nun erstmals abgefischt. Das Ergebnis war ernüchternd: Allem Anschein nach waren beim Hochwasser viele Fische im wahrsten Sinne des Wortes "den Bach hinunter" geschwommen.
Hochwasser zur Flucht genutzt

Die gefangenen Fische wurden auf schnellstem Weg in die Sortierbehälter verfrachtet und schließlich in den Kreuz- und Mühlweiher umgesetzt. Bild: u
Lokales
Hirschau
19.11.2014
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(u) Mancher Fußballverein wäre froh, wenn so viele Zuschauer zu einem seiner Heimspiele kämen, wie sich zum Abfischen des idyllisch gelegenen Schindelweihers einfanden. Mit Anglervorsitzendem Klaus Forster und seinem Vorstandsteam waren alle gespannt, wie viele Waller, Zander oder Karpfen man aus dem Gewässer holen würde.

Drei Gründe gab es, warum der Verein den Weiher, der eine durchschnittliche Tiefe von eineinhalb Metern hat, dieses Jahr abfischte. Um das Gewässer nach 20 Jahren wieder gezielt besetzen zu können, erschien diese Maßnahme den Verantwortlichen mehr als angebracht.

Bestärkt wurden die Anglerfreunde dadurch, dass im Frühjahr ein ungewöhnliches Karpfen-sterben zu beobachten war. Überdies befürchtete man, dass beim Hochwassers 2014 eine nicht unerhebliche Menge an Fischen sich vom Schindelweiher aus auf den Weg in Richtung Kreuzweiher gemacht hatte.

Begonnen hatte die Aktion schon 14 Tage vorher. Langsam aber sicher ließ man das Wasser durch den sogenannten Mönch in Richtung Kreuzweiher ablaufen. Unter der Regie von stellvertretendem Vorsitzendem Stefan Dotzler, Kassier Robert Dotzler, Gewässerwart Thomas Mann, Fischereiaufseher Manfred Hirmer und Robert Schmalzl vom gleichnamigen Fischzuchtbetrieb wurde es dann um 5 Uhr ernst. Das noch im Weiher verbliebene Wasser wurde kontrolliert abgelassen.

Für die Anglerfreunde, die sich mit ihrem Zugnetz Stück für Stück durch den Schlamm und das Wasser in Richtung Mönch vorkämpften, bedeutete die Aktion stundenlange Schwerstarbeit. Am Ablauf passte Stefan Dotzler akribisch auf, dass den Anglerfreunden kein Fisch durch die Lappen ging. Die Beute wurden sofort in die Sortierbehälter verfrachtet. Schon bald zeichnete sich ab, dass die Ernte nicht allzu üppig ausfallen würde.

Kurz vor Mittag zog man Bilanz. Vier Waller und zwei Hechte, die jeweils länger als einen Meter waren, zehn Zander über 70 Zentimeter, zwei Graskarpfen, rund sieben Zentner Karpfen, fünf Zentner Weißfische, einige Schleien und Aale waren zusammengekommen. Sie alle wurden als Besatz für 2015 in den Kreuz- sowie Mühlweiher umgesetzt.
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