Mit Herzenswärme

Die Asylbewerber freuen sich sichtlich über den Besuch von Lene Meier (Vierte von rechts), die ihnen als Geschenk selbst gestrickte warme Socken mitbrachte. Auch Michael Meindl (Dritter von rechts), der den Deutschunterricht leitet, war von dem Besuch überrascht. Bild: ind
Lokales
Hirschau
11.01.2015
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Vor über 80 Jahren wurde Lene Meier in dem Haus in der Hirtengasse geboren, in dem heute einige der Hirschauer Asylbewerber leben. Das ist aber nicht der Grund, warum sie ihnen jetzt Socken strickte.

Überraschenden Besuch bekamen die Asylbewerber in ihrem Deutschunterricht bei Michael Meindl. Lene Meier hatte aus der Zeitung erfahren, dass in Hirschau Asylbewerber untergebracht sind. Sie überlegte sich, womit sie diesen Menschen, die so viel Leid hinter sich haben, helfen könnte. Da die Flüchtlinge mehr aus südlichen Ländern kommen und keinen strengen Winter kennen, kam sie auf die Idee, ihnen warme Socken zu stricken.

Diese brachte sie nun vorbei und zeigte den wissbegierigen Flüchtlingen gleich, wie das Stricken von Socken geht. Insgesamt 18 Paar strickte Lene Meier. Für ein Paar, so erzählte sie, brauche sie etwa 14 Tage. Am liebsten stricke sie beim Fußballschauen, wenn ihr Lieblingsverein FC Bayern München spielt. Und da sie kein Spiel der Bayern auslässt, ob Bundesliga oder Champions-League, hatte sie im Herbst reichlich Gelegenheit zum Stricken. Daher kamen auch so viele Socken zusammen.

Bei der kurzen Unterhaltung stellte sich zum Erstaunen aller heraus, dass Lene Meier in dem Haus in der Hirtengasse geboren wurde, in dem einige der Asylbewerber heute untergebracht sind.

Lene Meier freute sich über die Dankbarkeit der Asylbewerber. Sie war überrascht von deren Freundlichkeit und sagte: "Diese freundlichen Menschen einmal persönlich kennenzulernen und ihre Herzlichkeit zu spüren, war für mich der schönste Lohn."

Keine Frage des Alters

Auch Michael Meindl bedankte sich und meinte, dass jeder, egal wie alt, auf seine Art und Weise dazu beitragen könne, diesen Menschen zu helfen und damit auch ganz persönlich ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen.

Insgesamt unterrichten Michael Meindl und Kornelia Köppl in den Räumen der Hirschauer Schule rund 25 Asylbewerber aus den verschiedensten Ländern.
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