Nicht nur die Hirschauer Innenstadt präsentiert sich als Großbaustelle. Ein ähnliches Bild bietet seit Ende April die Ehenfelder Straße. Sie ist ab der Kreuzung mit der Josef-, Kohlberger-, Mühl- und Hauptstraße nicht mehr passierbar. Ursache ist ein ganzes Paket von Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Bereich rund um den Friedhof.
Vor Wintereinbruch wieder frei

Die Ehenfelder Straße präsentiert sich seit Ende April im Bereich westlich des Friedhofs und der Vierzehnnothelferkirche als Großbaustelle. Die CSU-Stadtratsfraktion informierte sich vor Ort über den Baufortschritt (von links): 3. Bürgermeister Peter Leitsoni, Bärbel Birner, Kerstin Ackermann, Josef Luber, Christian Gnan, Hermann Gebhard, Birgit Birner, Franz Birner, Fraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger und Bürgermeister Hermann Falk. Bild: u
Lokales
Hirschau
14.10.2014
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(u) Im Zuge der Arbeiten an der Kreisstraße AS 18 muss die östlich angrenzende Stützmauer saniert werden, ebenso der Zugang zu zwei Felsenkellern. Hinzu kommt der Ausbau einer neuen Anbindung des Kellerwegs und eines Friedhofparkplatzes.

Die CSU-Stadtratsfraktion und Bürgermeister Hermann Falk machten sich vor Ort ein Bild vom Fortschritt des umfangreichen und aufwendigen Projekts. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich immerhin auf 1,775 Millionen Euro. Der städtische Anteil daran umfasst 871 000 Euro.

Die veranschlagten Beträge werden sich noch um Baunebenkosten, wie Architektenhonorare, Vermessungs-, Abbruchs-, Beleuchtungs- und Bepflanzungskosten sowie weitere Details, erhöhen. Bisher hat die Stadt Rechnungen in Höhe von knapp 244 000 Euro für Bauarbeiten und rund 109 000 Euro für Honorare bezahlt.

Gefälliges Erscheinungsbild

Beim Ortstermin wurde deutlich, dass ein Großteil der Friedhofsstützmauer bereits fertiggestellt ist. Positiv bewerteten die CSUler die Gestaltung des Mauerwerks. Zusammengesetzt aus gut erhaltenen Kalksteinen der alten Mauer und neuen Quadern vermittle sie ein gefälliges Erscheinungsbild. Die Fundamentierung bedurfte eines großen Aufwands. Die Arbeiten für die unter die Nothelferkirche und den Friedhof hineinreichende horizontale Verankerung führte eine Spezialfirma aus. An die eingebrachten Anker wurde eine Betonwand aufgespritzt. Davor wurden die Mauersteine gesetzt und der Zwischenraum mit Beton gefüllt.

In vollem Gange

Auch die an der Ostseite der AS 18 liegenden Felsenkeller zeigten sich bereits mit ihren neu gestalteten bogenförmigen Zugängen, die vor die alten gesetzt worden waren. Erfreut registrierte die Fraktion, dass der Einbau von neuen Versorgungsleitungen abgeschlossen beziehungsweise im Kreuzungsbereich in vollem Gange ist. Dies gilt für die Wasserrohre samt Hausanschlüssen genauso wir für den Kanal. Zusätzlich werden Leitungen für Strom und Gas sowie welche der Telekom aus der Fahrbahn nach Osten verlagert.

An den Markierungen war erkennbar, dass die Fahrbahn deutlich verbreitert wird. Der Fußweg an der Ostseite der Straße wird fußgängerfreundlicher. Ziel sei es, so Bürgermeister Falk, die Ehenfelder Straße vor dem Wintereinbruch so weit fertigzustellen, dass eine Durchfahrt möglich ist, und zwar auf einer Teerdecke.

Zufrieden waren die CSUler mit den Fortschritten bei der neuen Anbindung des Kellerwegs an die AS 18. Sie ist im Rohbauzustand gut zu erkennen. Fertiggestellt wird sie aber, wie die 41 Friedhofparkplätze, erst 2015.

Aufwertung für Kapelle

Bürgermeister Falk und Fraktions-Chef Schönberger versicherten, dass die der Krönung Mariens geweihte Friedhofsberg-Kapelle gegenüber des Friedhofseingangs an ihrem alten Standort erhalten bleibt. Sie erhalte in dem neu gestalteten Umfeld sogar eine Aufwertung. Spontan erklärten sich die CSU-Frauen bereit, später die Betreuung und Pflege der Kapelle zu übernehmen.

Einig war sich die CSU-Delegation, dass die Einfriedungsmauer des Friedhofs oberhalb der Stützmauer zwischen Nothelferkirche und Friedhofseingang dringend einer Sanierung bedarf. Die Fundamente müssten ausgebessert, der Verputz und der Anstrich erneuert werden. Außerdem sollte in diesem Abschnitt das Gelände so gestaltet werden, dass es leichter begehbar ist.
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