Noch drei Tage, dann feiert am Freitag, 17. Juli, um 20.30 Uhr das Hirschauer Stückl "Der Glockenkrieg" vor den Festspieltribünen im
Hirschau hat die Größeren

Am Sonntag, 18. Dezember 1949, nahm Geistlicher Rat Friedrich Zeitler vor der Pfarrkirche unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Weihe der Glocken vor. Die größte Glocke (Ton C) mit der Inschrift "Herz Jesu, König und Mittelpunkt der Herzen" wiegt 2100 Kilogramm. Archivbild: u
Lokales
Hirschau
14.07.2015
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Schlosshof seine Premiere.

(u) Im von Verena Bauer nach einem Buch von Johannes Lippl inszenierten Schelmenstück bricht der Glockenkrieg aus, weil die Schnaittenbacher sich einbilden, dass ihr windiges Geläute gegen das große der Hirschauer Kirchenglocken nicht ankommt und daher Unwetter auf ihre Felder niedergehen.

Ein Blick auf die realen Glocken der Hirschauer und der Schnaittenbacher Kirche zeigt, dass auch heutzutage das Schnaittenbacher Geläut nicht gegen das der Nachbarn ankäme. Im Hirschauer Turm hängen sechs Glocken. Die schwerste von ihnen, die Herz-Jesu-Glocke wiegt 2100 Kilogramm, die Marienglocke 1100, die Josefsglocke 750, die Annaglocke 400, die Wolfgangsglocke 300 und die Engelsglocke 200 Kilogramm. Die Hirschauer Glocken bringen zusammen also 4850 Kilo auf die Waage. Hinzu kommt eine Sterbeglocke.

Vom Schnaittenbacher Turm aus ertönen fünf Glocken, die zusammen 3315 Kilo wiegen, also 1534 weniger als die in der Nachbarstadt. Mit 1615 Kilo ist die Bruderschaftsglocke die schwerste, gefolgt von Vitusglocke (752), Angelusglocke (629), Schutzengelglocke (271) und Marienglocke (248). Auch die Vituskirche hat zusätzlich eine Sterbeglocke. Ob das Geläut allerdings einen Einfluss auf das Wetter und die Niederschlagsmengen haben, darf heute genauso wie einstmals bezweifelt werden.
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