Patrozinium der Hirschauer Vierzehnnothelferkirche
Auf Gott zugehen

Es war nur eine kleine Schar von Pfarrangehörigen, darunter einige Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins, die gemeinsam mit Pfarrer Hans-Peter Bergmann bei Temperaturen knapp unter der 30-Grad-Marke am Patroziniumstag zur Vierzehnnothelferkirche pilgerte, um dort Festgottesdienst zu feiern und der verstorbenen Vereinsmitglieder zu gedenken. Bild: u
Lokales
Hirschau
04.07.2015
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Das Fest Mariä Heimsuchung, das am 2. Juli gefeiert wird, ist nicht nur der Patroziniumstag der Mariahilfbergkirche in Amberg, sondern auch der Hirschauer Vierzehnnothelferkirche. Sie war schon vor der Reformationszeit eine viel besuchte Wallfahrtskirche, besonders anlässlich ihres Patroziniums. Die Pilgertradition war mehr als zwei Jahrhunderte unterbrochen. Vor 14 Jahren wurde sie neu belebt.

Es war nur eine kleine Schar von Pfarrangehörigen, die bei Temperaturen knapp unter der 30-Grad-Marke zusammen mit Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann vom Bischof-Bösl-Platz aus singend und betend durch die Innenstadt zu dem schmucken spätgotischen Kirchlein an der Ehenfelder Straße zog.

Dort hatte sich eine ansehnliche Schar vornehmlich älterer Gemeindemitglieder versammelt, um den Festgottesdienst mitzufeiern, bei dem der verstorbenen Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins gedacht wurde. Angesichts der Hitze war so manchem der Pilgerweg, vor allem der steile Anstieg am Friedhofsbergl, zu beschwerlich.

Pfarrer Bergmann wies in seiner Predigt darauf hin, dass es Begegnungen verschiedenster Art gibt. Auf der Straße etwa sei es gut, wenn man ohne Karambolage aneinander vorbeikommt. Wirkliche Begegnung sei allerdings ein "Aufeinanderzugehen". Von einem solchen berichte der Evangelist Lukas in seinem Evangelium über den Besuch Marias bei ihrer Base Elisabeth. Mit Maria sei aber nicht nur eine Verwandte, sondern - verborgen - Gott, der Herr, auf Elisabeth zugekommen. Die habe dies mit dem Blick des Glaubens erkannt und sei nicht blind für dieses Kommen gewesen.

Der Prediger warf die Frage auf, wie jeder Einzelne sich verhalten würde, wenn Gott auf ihn zukomme. Gehe man ihm aus dem Weg oder gehe man auf ihn zu, zum Beispiel im Gebet? Anhaltspunkte für wirkliche, gelingende Begegnung seien auch bei Paulus in seinem Brief an die Römer zu finden. In diesem rufe er zu gegenseitiger Achtung und Gastfreundschaft auf. Er ermahne die Gemeinde, mit allen Menschen Frieden zu halten und eines Sinnes und in Liebe einander zugetan zu sein.
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