Pfarrer Hans-Peter Bergmann appelliert an Vernunft der Verkehrsteilnehmer - Fahrzeugsegnung auf ...
Oft kommt Schutzengel nicht mehr hinterher

Bevor Pfarrer Hans-Peter Bergmann die auf dem Bischof-Bösl-Platz aufgereihten Autos, Motor- und Fahrräder segnete, appellierte er an die Fahrer, im Straßenverkehr Verantwortungsbewusstsein zu beweisen und Rücksicht zu üben. Bild: u
Lokales
Hirschau
16.05.2015
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Tradition ist es in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt, vor Beginn der Ausflugs- und Urlaubsfahrten den Segen Gottes für die Fahrzeuge und ihre Lenker zu erbitten. Zur Reihe der Autos, die auf dem Bischof-Bösl-Platz nördlich der Pfarrkirche aufgereiht waren, gesellten sich auch einige Kinderfahrräder. Deren Besitzer und Lenker vertrauen offenkundig im Straßenverkehr nicht nur auf das eigene Können und die Technik, sondern bauen auch auf den Segen Gottes.

Pfarrer Hans-Peter Bergmann erachtete in seiner Ansprache den Feiertag Christi Himmelfahrt als idealen Tag für eine Fahrzeugsegnung. In Himmelfahrt stecke ja das Wort fahren. Die Deutschen genössen die Freiheit des Reisens wie kaum ein zweites Volk. Auf den Autobahnen herrsche in Sachen Geschwindigkeit grenzenlose Freiheit. Nur allzu oft aber, stoße diese an ihre Grenzen. Schwere und schwerste Unfälle zeugten davon. "So mancher Fahrzeugführer will schneller sein, als sein Schutzengel fliegen kann", stellte der Geistliche fest.

Gerade im Straßenverkehr sei es aber angezeigt, Verantwortungsbewusstsein zu beweisen. Es gelte, Rücksicht auf den anderen zu nehmen, statt ihm zeigen zu wollen, dass man schneller sei. Es dürfe nicht darum gehen, alle überholen zu wollen. "Vielmehr muss Maßstab sein, dass alle wohlbehalten ankommen", betonte Bergmann. In der Regel gingen die Gefahren nicht von den technisch hoch gerüsteten Fahrzeugen, sondern von deren Lenkern aus. Darum gelte der zu spendende Segen vor allem auch den Menschen, die am Lenker sitzen. Für sie sei Gott in jedem Fall ein guter Begleiter. Es sei ein gutes Gefühl, im Zeichen des Kreuzes unterwegs zu sein.

Während die Umstehenden das Lied "Lobe den Herren" anstimmten, besprengte Pfarrer Bergmann als sichtbares Zeichen der Segnung die Fahrzeuge mit Weihwasser.
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