Projekttage, an den geforscht und experimentiert wird, spielen eine wichtige Rolle im Unterricht der
Gluckernd steigt das Wasser auf

Spannend war ein Experiment, das die Wasserdurchlässigkeit des Holzes und den dadurch möglichen Transport von Wasser und Nährstoffen in den Bäumen beweisen sollte. Kleine Baumscheiben wurden auf einer Seite mit einem Spülmittel bestrichen. Erstaunt stellten die Kinder fest, dass durch kräftiges Pusten auf der trockenen Seite Seifenblasen aufstiegen. Bild: u
Lokales
Hirschau
26.05.2015
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Kombiklasse an der Grundschule Hirschau. Dazu ist es nötig, auch Lernorte außerhalb des Klassenraums aufzusuchen.

(u) Genau dies taten die 23 Mädchen und Jungen mit ihrer Klassenleiterin Hildegard Feyrer. Sie verbrachten mit Försterin Renate Feuchtmeyer einen interessanten Walderlebnisvormittag im Gebiet rund um den Kalvarienberg.

Mit einem Stethoskop

Gleich eingangs suchte man Antwort auf die Frage, wie im Frühjahr die Flüssigkeit, die die Bäume zum Wachsen brauchen, von den Wurzeln bis in die Äste und Zweige kommen. Die Försterin speiste die Kinder nicht mit theoretischen Erklärungen ab. Sie ließ die Erst- und Zweitklässler mit einem Stethoskop am Stamm einer Birke lauschen. Zum Erstaunen aller war im Stamm ein deutliches Gluckern zu hören - ein Beleg dafür, dass der Baum mit den Wurzeln das Wasser aus der Erde aufnimmt und dann bis in seine Krone transportiert. Diese Gluckergeräusche, darauf wies Renate Feuchtmeyer ausdrücklich hin, seien ausschließlich im Frühjahr zu hören.

Spinnen und Käfer

Mindestens genauso spannend war für die Kinder ein weiteres Experiment, das die Wasserdurchlässigkeit und den dadurch möglichen Transport des Wassers und der Nährstoffe in den Bäumen beweisen sollte. Kleine Baumscheiben wurden auf einer Seite mit einem Spülmittel bestrichen. Erstaunt stellten die Mädchen und Jungen fest, dass durch kräftiges Pusten auf der trockenen Seite Seifenblasen aufstiegen.

Mit Becherlupen wurden kleine Tiere wie Spinnen und Käfer sowie Blätter und Nadeln beobachtet und untersucht. Die wie eine Hand aussehenden Ahornblätter etwa unterschieden sich signifikant von den herzförmigen Lindenblättern. Deutlich wurde auch der Unterschied zwischen spitzen Kiefern- und leicht biegsamen Tannennadeln. Zum Abschluss absolvierten die Erst- und Zweitklässler konzentriert und begeistert ein Wald-Memory.
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