Ramon Rodriguez (20) aus Hirschau fährt nach Osten und lernt viel über den Westen
Alltag im Kriegsland

Lokales
Hirschau
18.04.2015
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Das Interesse für Politik war bei Ramon Rodriguez schon immer vorhanden. Auch an den Verhältnissen in Osteuropa und den Ost-West-Beziehungen. Nach der Verhaftung der ukrainischen Politikerin Julia Timoschenko und deren Gefängnisaufenthalt von August 2011 bis zum Regierungsumsturz nach den Protesten des sogenannten Euro-Maidan am 22. Februar 2014 ist aus dem allgemeinen Interesse der Wunsch geworden, mehr über die Ukraine, das politische System und die Menschen zu erfahren.

Für den 20-jährigen Studenten der Theologie an der Universität Regensburg bot sich die Chance, das Land zu bereisen und mehr zu erfahren als es ihm bis dahin möglich war. Das Ost-West-Zentrum der Universität Regensburg Europaeum hat dem gebürtigen Hirschauer eine "einmalige Chance" dazu eröffnet. Rodriguez' Aufgabe in einem Projekt: "Die Rolle der Partei von Julia Timoschenko in der Maidan-Revolution." Die Eindrücke, die Rodriguez vom Alltag der Menschen gewonnen hat, lassen ihn bis heute nicht los. Ebenso die Erkenntnisse für seine Projektarbeit. Rodriguez hat nicht nur mit Politikern diskutiert. Er wollte wissen, wie die Bevölkerung denkt, was sie über die Ereignisse auf dem Maidan weiß und wie die Menschen zum scheinbar ewig aktuellen Thema Europa oder Russland stehen.

"Die Ukrainer fühlen sich als Europäer", berichtet Rodriguez. Seiner Überzeugung nach zählen aber nicht vermeintliche wirtschaftliche Interessen. Trotz allen Mangels, der den Alltag prägt, gehe es den Einwohnern um den europäischen Gedanken. Denn: "Wir sind arm aber frei" war ein oft gehörter Satz auf der Reise.

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Weitere Infos über Ramon Rodriguez und seine Reise in die Ukraine im Internet auf:

http://www.oberpfalznetz.de/rodriguez
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