Reservisten sogar in Prag beliebt

Jeder trägt mehrere Auszeichnungen an der Brust, die aktuellen Verdienstkreuze gab es aber für die Hauptfeldwebel Franz Hildebrand (vorne, Zweiter von links) und Albin Lehmeier (vorne, Vierter von links) sowie den Obergefreiten Herbert Ester (hinten, Zweiter von rechts). Der Vorsitzende Willi Leiminer (vorne, Mitte) sowie die Ehrengäste gratulierten. Bild: mbs
Lokales
Hirschau
27.01.2015
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Eigentlich war das Sicherungsbataillon 48 von Anfang an ein nicht aktiver Verband. 1993 wurde er dann noch außer Dienst gestellt. Dafür ist die Traditionskameradschaft des Bataillons heute noch recht aktiv. Vor allem bei den Auslandskontakten.

Gäste aus Tschechien kamen auch heuer nach Hirschau, wohin Stabsfeldwebel d. R. Willi Leiminer als Vorsitzender der Traditionskameradschaft eingeladen hatte. Dieser freute sich besonders, dass der Militärattaché bei der Deutschen Botschaft in Prag, Oberstleutnant im Generalstab Klaus Walter Günzel, und dessen Büroleiter, Stabsfeldwebel Thomas Böttcher, die Reise nicht gescheut hatten. Aus Böhmen war zudem Martin Sulista, der Präsident des Tschechischen Polizei- und Militärschützenbundes, gekommen. Den ehemaligen Kommandeur des Sicherungsbataillons 48, Oberst d. R. Erwin Reus, und dessen Stellvertreter, Oberstleutnant August Weibler, hieß Leiminer ebenso herzlich willkommen wie die Vertreter der Stadt Hirschau, Bürgermeister Hermann Falk und seinen Stellvertreter Josef Birner. Für die Reservisten war der Vorsitzende der Kreisgruppe Oberpfalz-Mitte im Deutschen Reservistenverband, Hauptfeldwebel d. R. Johannes Rupprecht, vor Ort.

In ihren Grußworten unterstrichen diese Gäste die Leistungen des Vorsitzenden Leiminer, der für seine Tätigkeit vor kurzem das Ehrenzeichen von Ministerpräsident Horst Seehofer erhalten hat. Dies sei eine praktizierte Art der Völkerverständigung.

Die Mitglieder der Sicherungsbataillons-Auslandcrew sind zudem meist in der Reservisten-Kreisgruppe Oberpfalz-Mitte mit Sitz in Amberg aktiv und auch im Ferdinandus-Orden, einer aus Österreich stammenden internationalen caritativen Einrichtung, die seit 1615 besteht. Dieser Orden, bei dem der Vorsitzende der Kreisgruppe, Johannes Rupprecht, Repräsentant für Tschechien ist, kann als Musterbeispiel für gute nachbarschaftliche Beziehungen gelten. Denn neben Österreichern und weiteren Nationen sind besonders die Tschechen und Deutschen aktiv und arbeiten in vielen caritativen und anderen Belangen zusammen. Ob das nun Kriegsgräberpflege im Raum Cheb (Eger) ist oder die Abstellung von Ehrenabordnungen beim Volkstrauertag und beim Tag der Deutschen Einheit durch Reservisten und Mitglieder des Traditionsvereins der 48er in Prag: Werden sie gebraucht, sind sie stets vor Ort.

Das unterstrich auch der Deutsche Militärattaché Günzel aus Prag. Da es in der tschechischen Landeshauptstadt kein Militär mehr gebe, freue er sich über die tatkräftige Unterstützung der Oberpfälzer Reservisten. Ohne sie wären solche Veranstaltungen in Prag nicht möglich. Auch die tschechische Bevölkerung stehe voll hinter "ihren deutschen Soldaten" und begegne ihnen allenthalben mit großer Freundlichkeit, hieß es.
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