Schüler lernen Aufgaben des Landwirts und seine Naturprodukte kennen
So funktioniert ein Bauernhof

Alles Gerste? Von wegen. Die Kinder der Kombiklasse 1/2 sind jetzt kleine Fachleute in Sachen Landwirtschaft. Nicht das Klassenzimmer, sondern der Bauernhof von Familie Riß an der Mühlstraße war für sie praxisnaher Lernort. Bild: u
Lokales
Hirschau
10.07.2015
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In Hirschau glaubt wohl kaum ein Kind, dass Kühe lila sind. Nur wenige wissen aber, wie ein moderner Bauernhof arbeitet und welche Nahrungsmittel auf welche Weise erzeugt werden. Anders ist das jetzt bei den Schülern der Kombiklasse 1/2. Seit sie mit ihrer Lehrerin Hildegard Feyrer den Bauernhof der Familie Riß an der Mühlstraße erkundet haben, besitzen sie wirklich Ahnung von diesem Thema.

Florian und Claudia Riß verstanden es bestens, den Buben und Mädchen die Betriebsabläufe auf kindgemäße Art zu vermitteln. Beim Hofrundgang wurde ihnen schnell bewusst, dass Landwirte - egal ob Mann oder Frau - fleißige und vielseitig begabte Menschen sein müssen. Sie haben Tag für Tag ein umfangreiches Arbeitspensum zu absolvieren, das bereits um 5 Uhr beginnt. Landwirte müssen sich außerdem mit Chemie auskennen, teilweise über tiermedizinische Kenntnisse verfügen und obendrein kleine EDV-Fachleute sein.

Auf der Sargmühle verläuft zum Beispiel die Kraftfuttermischung genauso computergesteuert wie das Melken am Melkstand. Dort wurde auch deutlich, dass Kühe Nutztiere sind, die nicht nur Milch geben. Menschen verzehren ihr Fleisch und verarbeiten ihre Haut zu Leder. Selbst ihre Hornspäne sind begehrt, wie die Kinder erfuhren. Den Gästen fielen natürlich auch die mit einem Chip versehenen Halsbänder und die Ohrmarken der Tiere auf. Florian Riß dazu: "Menschen haben einen Personalausweis, die Kühe eine Ohrmarke." Schwer beeindruckt waren die Schüler ferner von der Stallung. Florian und Claudia Riß erklärten, dass ihre Tiere von der Geburt bis zur Schlachtung auf dem Hof blieben. Beide legen großen Wert auf die Nachzucht. Die Erst- und Zweitklässler waren von den Kälbchen besonders angetan. Dass sie diese streicheln durften, war ein weiteres besonderes Erlebnis.

Zum Abschluss gab es für die kleinen Gäste Joghurt nach griechischer Art aus der Amberger Bayernland-Käserei und frische Milch. Klassleiterin Hildegard Feyrer und ihre Schützlinge bedankten sich bei den Landwirtseheleuten für die aufschlussreiche Führung und die Gastfreundschaft.
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