Seine Regentschaft war nur von kurzer Dauer. Am 1. Mai trat Hermann Falk sein Amt als Bürgermeister an. Seit gestern um 11.11 Uhr ist er - zumindest für die närrische Zeit - schon wieder entmachtet. Er musste Rathausschlüssel und (leere) Stadtkasse seiner Tollität Michael I. und ihrer Lieblichkeit Marie I. übergeben.
Prinz greift sich die Stadtkasse

Lokales
Hirschau
12.11.2014
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(u) Die Hoheiten - Prinz Michael ist sieben Jahre alt, Prinzessin Marie fünf - marschierten zusammen mit der 13-köpfigen Garde, darunter das Funkenmariechen Pia, in den Sitzungssaal des Rathauses ein. Regina Merkl, Gründerin, Trainerin und Choreografin der Kindergarde, stellte dem Stadtoberhaupt die kleinen Würdenträger vor.

Erstmals seit 60 Jahren hat die Kaolinstadt wieder ein Faschingsprinzenpaar, das gleich einen Walzer aufs Parkett legte, die Garde präsentierte ihren zackigen Marsch. Funkenmariechen Pia wirbelte unter dem Beifall der anwesenden Eltern über den Tanzboden. Bürgermeister Falk, vom Prinzenpaar mit Orden ausgezeichnet und mit Narrenkappe ausgestattet, fiel es sichtlich schwer, dass er Rathausschlüssel und Stadtkasse abgeben musste. Sein besonderer Dank galt Regina Merkl. Auf ihr Engagement sei es maßgeblich zurückzuführen, dass dem Fasching in Hirschau neues Leben eingehaucht werde. Anerkennung gebühre dem Musikzug, der die Kindergarde in den Verein aufgenommen habe. Nicht vergessen werden dürften die Sponsoren. "Mit dem ersten Gardeempfang wurde ein kleines Pflänzchen gepflanzt", so Falk. Er hoffe, dass daraus ein großer Baum werde. Er freue sich auf einen lustigen Fasching 2014/15. Darauf wurde mit einem Gläschen Kindersekt angestoßen. Hatte vor 60 Jahren im Fasching noch der Schlachtruf "Hirschau aha" gegolten, so verabschiedeten sich Prinzenpaar und Gardemädchen mit einem dreifachen "Hirschau oho".
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