Seit rund 16 Jahren ist die Kläranlage in Betrieb. Um ihre Energieeffizienz etwa bei Motoren, Pumpen oder Beleuchtung zu verbessern, sucht der Stadtrat nach Einsparpotenzial. Ein Thema ist dabei die Gewinnung von Eigenstrom durch eine Photovoltaik-Anlage, die sich nach Meinung des Gremiums rechnen dürfte.
Bei der Energie geht noch was

Der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik mit den Stadträten Stefan Bauer, Rudolf Wild, Tobias Meindl, Josef Luber, Johanna Erras-Dorfner, Franz Birner, Günther Schuster, Hermann Gebhardt und Bürgermeister Hermann Falk (von links) machte sich ein Bild von der städtischen Kläranlage, durch die Elektriker und Klärwärter Günther Rumpler führte. Bild: ads
Lokales
Hirschau
22.04.2015
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(ads) Der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik machte sich nun ein Bild von der Einrichtung. Klärwärter Günther Rumpler führte das Gremium durch die Anlage der Stadt Hirschau, die 1999 nach größeren Umbauten wieder in Betrieb gegangen war.

Die gesamte Einrichtung besteht im Moment aus vier einzelnen Kläranlagen, zehn Pumpwerken, einem Kanalnetz von rund 74 Kilometern Länge, davon 42 Kilometer Mischwasserkanal, 10 Kilometer Druckleitung, 8 Kilometer Schmutzwasser- und 14 Kilometer Regenwasserkanal. Die Schmutzwassermenge beträgt jährlich rund 450 000 Kubikmeter, der Stromverbrauch etwa 220 000 Kilowattstunden.

Das Abwasser durchläuft das Rechen- und Sandfanggebäude mit Fettabscheider und Sandfang, die beiden Belebungsbecken mit Räumerbrücke und Sauerstoffeintrag und wird im Nachklärbecken nochmals behandelt. Nach einer Verweildauer von acht bis zwölf Stunden wird das gereinigte Wasser in die Vorflut, den Hirschauer Mühlbach, ausgeleitet. In der Kläranlage fallen pro Jahr rund 4000 Kubikmeter Nassschlamm an, der gepresst, getrocknet und dann neuerdings in einem nahen Betonwerk verbrannt wird.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich beeindruckt von der Reinigungsleistung der Kläranlage und den sehr guten Ablaufwerten. Voraussetzung dafür sei ein hoher personeller sowie maschinen- und elektrotechnischer Aufwand. Im Abwasser befinden sich allerdings immer mehr Feuchttücher, die den Reinigungseinrichtungen und Abwasserpumpen sehr zu schaffen machen. "Diese Produkte gehören in den Restmüll", appellierten die Stadträte.
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