Senioren-Maiandacht mit überragendem Besuch
Von Hoffnung getragen

Lokales
Hirschau
30.05.2015
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Der Monat Mai ist in der katholischen Kirche der Gottesmutter geweiht. Wie tief das Brauchtum der Marienverehrung und Maiandachten bei der älteren Generation verankert ist und welch hohen Stellenwert es genießt, zeigte sich in Hirschau eindrucksvoll: Die Einladung des Mitarbeiterteams der Caritas-Sozialstation an ihre Patienten und deren Angehörige stieß auf überwältigende Resonanz. Im Pfarrheim gab es keinen freien Platz mehr. Der Besucherandrang hätte so mancher Sonntagsmesse zur Ehre gereicht.

Senioren stimmen ein

Von der großen Teilnehmerzahl zeigte sich auch der ehrenamtliche Geschäftsführer der Sozialstation, Diakon Richard Sellmeyer, beeindruckt, der die Andacht zelebrierte. Musikalisch umrahmt wurde sie von der zehnköpfigen Klangbrettgruppe unter Leitung von Hildegard Kohl. Sie hatte durchwegs Lieder ausgewählt, die den Besuchern ein Mitsingen ohne Gesangbuch ermöglichten. Ob "Lobe den Herren", "Maria breit' den Mantel aus", "Meerstern ich die grüße", "Freu Dich, Du Himmelskönigin", "Mutter Gottes, wir rufen zu Dir" oder "Segne Du Maria" - die Senioren stimmten kräftig mit ein. Diakon Sellmeyer stellte das Thema "Maria, vom Leid geprüft" in den Mittelpunkt und zeigte an einigen Beispielen auf, dass auch sie in ihrem Leben Leid erfahren hat, zum Beispiel bei der Flucht nach Ägypten.

Gibt Hoffnung

Maria habe sicher tiefen Schmerz darüber empfunden, dass der Messias abgelehnt und verfolgt worden sei. Deutlich werde dies bei der Begegnung Mariens mit ihrem Sohn Jesus auf seinem Kreuzweg. Für alle Eltern sei es in ihrem Innersten zutiefst schmerzhaft, wenn ihren Kindern Leid zugefügt werde.

Sellmeyer erinnerte an das Bild der Pietá, in dem der Leichnam Jesu auf dem Schoß Mariens liege, der einst das Kind getragen habe. Trotzdem habe Maria von der Hoffnung der Auferstehung ihres Sohnes gelebt. "Diese Hoffnung, dass mit Jesu Auferstehung die Menschheit erlöst und gerettet ist, kann auch die Christen von heute tragen", unterstrich der Diakon. An die Andacht schloss sich ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen an.
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