Sie war erneut ein Renner und ein Beleg dafür, dass sich junge Menschen auch im Zeitalter der medialen Reizüberflutung für
Keiner kommt zu kurz

Lokales
Hirschau
19.11.2015
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biblische Geschichten begeistern lassen. Die Kinderbibelwoche der Pfarreiengemeinschaft Hirschau-Ehenfeld zeigte, dass die Gleichnisse Jesu auch heute relevant sind.

(u) Unter dem Motto "Jesus erzählt vom Reich Gottes" versammelten sich unter der Leitung von Pastoralreferentin Elisabeth Hammer-Butzkamm an drei Nachmittagen 80 Grundschulkinder, davon 23 aus Ehenfeld, im Hirschauer Pfarrheim. Dort sangen, beteten, malten, bastelten, spielten oder aßen die Mädchen und Buben gemeinsam und erfuhren natürlich jede Menge über das Reich Gottes.

Thema Gerechtigkeit

Sehr hilfreich waren dabei die kurzen Theaterszenen, bei denen Bürgermeister Hermann Falk, Ex-Gemeindereferentin Barbara Schlosser, Beate Dietrich, Angela Schreiner und die Jugendlichen Rafael Eckert und Simon Dobmeier als Darsteller mitwirkten. Begleitet und betreut wurden die Kinder, aufgeteilt in sechs Gruppen, von 14 Helfern. Einen wichtigen Part übernahm Organistin Iryna Hermann. Sie begleitete an allen drei Nachmittagen die Gesänge mit ihrem Keyboard.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung standen das im Matthäus-Evangelium geschilderte Gleichnis Jesu von den Arbeitern im Weinberg und damit das Thema Gerechtigkeit. Wie Johanna und Ruben im szenischen Spiel, erschien es den Kindern ungerecht, dass jeder Tagelöhner vom Weinbergbesitzer den gleichen Lohn erhielt, unabhängig davon, wie lange oder wie viel er gearbeitet hatte. In der Rolle des Petrus verdeutlichte Barbara Schlosser den Gerechtigkeitsbegriff Gottes: Bei ihm komme keiner zu kurz. Gott gebe jedem, was er braucht, unabhängig von seiner Leistung.

Der zweite Nachmittag war dem Gleichnis vom Senfkorn gewidmet. Bürgermeister Hermann Falk - als ehemaliger Diakon dafür prädestiniert - schlüpfte in die Jesus-Rolle und machte deutlich, dass Gottes Welt einem Senfkorn gleicht. Auf den ersten Blick klein und unscheinbar, von vielen gar nicht wahrnehmbar, breite es sich von ganz allein überall hin aus. Das dauere Zeit und erfordere Geduld. So werde das Gleichnis zu einer Mutmachgeschichte. Das Reich Gottes nehme Gestalt an in der Welt, gewinne an Boden und setze sich am Ende durch, allen Widerständen, Hindernissen und Rückschlägen zum Trotz. Die Geschichte helfe, mit Zweifeln, Angst und Unglauben fertig zu werden.

Zum Abschluss ein Büfett

Zentrales Anliegen des dritten Nachmittags war das im Lukas-Evangelium geschilderte Gleichnis vom großen Festmahl. Auch hier machten kurze Bibelszenen offenbar, dass zum Festmahl Gottes alle eingeladen sind. Ruben formulierte die Erkenntnis so: "Niemand gehört automatisch zu Gott. Aber jeder ist zu Gottes Fest in seinem Reich eingeladen. Wer Gottes Einladung annimmt, der ist dabei, ganz egal ob er ein toller Kerl ist oder nicht." Wer Gottes Einladung annehme, gehöre schon jetzt zu seiner großen Festgemeinde. Der Tagesthematik entsprechend konnten sich die Mädchen und Jungen zum Abschluss an einem Büfett erfreuen.

Zum Abschluss der Bibelwoche waren die Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern zum eucharistischen Festmahl in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt eingeladen. Der von Pfarrer Hans-Peter Bergmann zelebrierte Familiengottesdienst wurde von den Kindern mit Liedern gestaltet, die sie während der Bibelnachmittage gelernt hatten.
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