So lange ein Unwetter oder ein Krieg die Schlagzeilen beherrschen und in allen Medien präsent sind,
Unvorstellbares Leid in Ukraine

Lokales
Hirschau
17.06.2015
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sind die Spenden- und Hilfsbereitschaft groß. Das schwindet aber in der Regel, wenn die Ereignisse nicht mehr in den Nachrichten auftauchen. Doch das muss gar nicht so sein.

(u) Der 1999 gegründete, als gemeinnützig anerkannte Verein Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern, Winklarn-Schneeberg mit seinem Vorsitzenden Anton Grauvogl ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass es auch anders geht. Seit knapp einem Jahr erfährt er große Unterstützung aus Hirschau durch das Ehepaar Dieter und Renée Hoffmann. Anfang Mai holte Grauvogl bei den Hoffmanns 70 mit Kleidung, Bettwäsche, Schuhen, Handtaschen und Spielsachen gefüllte Säcke und 40 ebenso volle Bananenkisten ab. Seither hatten Dieter und Renée Hoffmann ihre Bemühungen, Hilfsgüter zu sammeln, intensiviert.

Flohmarkt trägt dazu bei

Ein wichtiges Standbein blieb der wöchentliche Flohmarkt im Grünen Haus am Bischof-Bösl-Platz. Dort gaben Hirschauer primär Kleidung, Wäsche und Spielsachen ab. Darüber hinaus nahmen die Hoffmanns Kontakt zum Amberger Pflegeheim St. Benedikt auf. Über Hausmeister Erwin Panzer hatten sie erfahren, dass dort Geräte zur Entsorgung anstünden, die Menschen in der Ukraine mit Sicherheit mehr als gut gebrauchen könnten. Dem war auch so.

Grauvogl bestückte seine Pkw-Anhänger mit einer hydraulischen Pflegebadewanne, Rollstühlen, Rollatoren, Gehstöcken, Infusionsständern, Atemgeräten und anderen medizinischen Geräten samt Zubehör. Darüber hinaus warteten in Amberg und im Hoffmann-Anwesen in Hirschau Dreiräder, Fahrräder, Fahrradhelme, Kinderhochstühle, Buggys, Kinderautositze, Flaschenwärmer, Inliner, Spielsachen und Fitnessgeräte sowie 100 prallvolle Kleidersäcke und 55 mit Bettwäsche und Schuhen gefüllte Bananenkisten auf ihre Abholung. Dankesworte fand Grauvogl für die Hoffmanns. Beide versicherten, sich weiter einzusetzen: "Wenn wir dann hören, dass schon ein Fußball oder ein Stofftier die Augen der Kinder im Waisenhaus zum Strahlen bringen , dann wissen wir: Wir machen weiter. Es macht uns glücklich, ein klein wenig Gutes tun zu können!"

Jeden Freitag

Die Initiatoren hoffen weiterhin auf Unterstützung. Freiwillige können jeden Freitag zwischen 8.30 und 13 Uhr Kleidung, Schuhe, Spielsachen - vor allem Fahrräder und Rollstühle - im Grünen Haus nördlich der Stadtpfarrkirche abgeben. Während dieser Zeit halten die Hoffmanns regelmäßig einen Flohmarkt ab. Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, kann die Waren vor die Haustür stellen.
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