So wichtig wie das Schloss

Seit April 2010 ist die Obere Mühle im Besitz des Ehepaars Andreas und Ludmilla Schertl (Dritter und Vierte von links). Nach Ende der Sanierung gab Diakon Richard Sellmeyer (hinten Mitte) dem Gebäude nun den kirchlichen Segen. An der familiär gehaltenen Feier nahmen auch Bürgermeister Hermann Falk und Stadtheimatpfleger Sepp Strobl (von rechts) teil. Bild: u
Lokales
Hirschau
05.05.2015
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"Die Obere Mühle gehört zur Stadt Hirschau wie das Rathaus, die Kirche und das Schloss." Daran gibt es für Bürgermeister Hermann Falk keinen Zweifel. Umso mehr lobte er deshalb die jetzt beendete Sanierung, die mit der Einweihung des Gebäudes gefeiert wurde.

"Andreas Schertl hat sehr viel Liebe und Herzblut in den Erhalt der Mühle gelegt und so verhindert, dass sie zur Ruine geworden wäre", würdigte Falk und zollte dem Hirschauer und seiner Frau Ludmilla dafür große Anerkennung. Das Ehepaar hatte das Anwesen im April 2010 gekauft und seither Stück für Stück hergerichtet. Diakon Richard Sellmeyer nahm nun die kirchliche Segnung der Räume vor, bei der auch Stadtheimatpfleger Sepp Strobl nicht fehlen durfte (siehe oben).

Nachdem die Stadt das Gebäude 1991 vom vormaligen Besitzer Fink erworben hatte, ist der unschöne Anbau an der Burgstraße abgerissen worden. Das Mühlengebäude steht jetzt wieder so da wie in alter Zeit. Als Einweihungsgeschenk - passend zu seinem Ausflug in die Mühlengeschichte - überreichte Sepp Strobl an Andreas Schertl Kopien von im Stadtarchiv vorhandenen Urkunden, zum Beispiel den 1592 von Dorothea Pfanmüllner geschlossenen Wasserkaufvertrag. Hermann Falk hatte als Geschenk ein Stadtwappen in Glas mitgebracht. Der Bürgermeister betonte, wie froh er sei, dass die Familie Schertl die Mühle gekauft hat.

Die Hauseigentümer erläuterten bei einem Rundgang durch das Gebäude die von ihnen vorgenommenen Renovierungsarbeiten. Besonders arbeitsintensiv war nach Andreas Schertls Worten die Beseitigung der Brandspuren, die Jugendliche während des Leerstands durch Zündeln hinterlassen hatten. Wohn-, Esszimmer und Küche im Parterre will der Hirschauer selbst nutzen, ebenso einen Schlafraum und ein weiteres Wohnzimmer im ersten Stock.

Über die Zukunft der anderen Räume im Obergeschoss sei noch nicht entschieden, eventuell könnten diese als Fremdenzimmer dienen.
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