Spielplätze auf dem Prüfstand

Insgesamt 23 Spielplätze, wie diesen hier am Monte Kaolino, hat die Stadt Hirschau zu betreuen. Ob dieses Angebot sich mit dem Bedarf an solchen Anlagen deckt, diskutierte der Bauausschuss in seiner Sitzung. Bild: waj
Lokales
Hirschau
03.09.2015
2
0

Der demografische Wandel macht auch vor kleinen Städten wie Hirschau nicht Halt. Eine Entwicklung, die auch städtebauliche Veränderungen notwendig macht. So war die Spielplatzsituation ein großes Thema bei der Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Technik.

Zurzeit betreut die Stadt 23 Spielplätze im Gemeindegebiet. Vier davon gehören zum Angebot der drei städtischen Kindergärten. Im Haushalt 2015 sind für Neuanschaffungen auf den Spielplätzen 15 000 Euro vorgesehen, für den reinen Unterhalt weitere 5000 Euro. Auf beiden Haushaltsstellen wurden zusammen bisher rund 2000 Euro ausgegeben.

Nun dreht sich die Diskussion um mögliche deutliche Veränderungen in der bestehenden Struktur. Da es immer mehr ältere Mitbürger und immer weniger Kinder im Stadtgebiet gibt, stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll ist, einen Teil der Spielplätze aufzulassen und die Flächen anderweitig zu nutzen. Ebenso ändert sich die Altersstruktur in den Wohngebieten, so dass es notwendig ist, an manchen Stellen neue Spielplätze zu schaffen, während andere Spielflächen, die früher stark frequentiert wurden, mittlerweile nahezu verwaist sind.

Plätze zusammenfassen

Rudolf Wild (SPD) merkte an, dass in der Forststraße, die verstärkt von Familien mit Kindern bewohnt werde, ein neuer Spielplatz durchaus angebracht sei, zumal dort ein passendes städtisches Gelände zur Verfügung stehe. Dagegen könne man Spielplätze etwa in der Marien-, Moosweiher- und Schönbrunnerstraße schließen, wenn man dafür einen gemeinsamen größeren Spielplatz zum Beispiel am TuS-Areal schaffe.

Schuster schlug hierfür einen Abenteuer-Spielplatz oder eine Spielfläche für Jung und Alt vor. "Die Schaffung eines Baugebiets auf dem TuS-Gelände ist derzeit ohnehin nicht absehbar, also könnten wir das Gelände anderweitig nutzen", sagte er, der sich aber auch dafür aussprach, gegebenenfalls dort eine Fläche für eine Hackschnitzel- oder Fernwärmezentrale zu reservieren.

Option für neue Angebote

Auch für Tobias Meindl (FW) sind die Grundstücksflächen des TuS eine Option für neue Freizeitangebote. Sein Vorschlag war, hier Möglichkeiten zum Zelten und einen Lagerfeuerplatz zu schaffen. Auch Meindl sprach sich für eine Reduzierung und Optimierung des bestehenden Spielplatz-Angebots aus.

Wolfgang Bosser (SPD) plädierte ebenfalls dafür, das TuS-Gelände der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen: "Sollte dort langfristig ein Baugebiet entstehen, können wir immer noch etwas ändern, aber in der Zwischenzeit sollte man es vernünftig nutzen."

Günther Schuster (FW) sprach sich dafür aus, die beiden Spielplätze in der Kreuzweiher-Siedlung und in Urspring zu schließen, da es dort viel zu wenig Kinder gebe. Im nächsten Schritt könne man die Spielplätze in der Heidenau, am Ziegelhüttenweg sowie in der Moosweiher- und Schönbrunnerstraße zusammenlegen und dafür mit einem besseren Angebot an Geräten ausstatten. Mehr Qualität bei den angebotenen Spielmöglichkeiten waren auch Hermann Gebhard (CSU) und Stefan Bauer (SPD) wichtig. Bauer sprach sich für ein Angebot aus, das sich als Generationentreff anbietet.

Exakte Vorschläge

Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, exakte Vorschläge aufzulisten, welche Spielplätze aufgelassen und wie andere Flächen, etwa das TuS-Areal, ansprechend für die öffentliche Nutzung gestaltet werden könnten.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.