Stolz, die älteste Partei zu sein

Dem neuen Vorstand der Hirschauer SPD gehören (von links) Rudi Wild, Sonja Gebhardt, Friedl Kreitinger, Albert Kraus, Alfred Hausmann, Michael Högl, Vorsitzender Günther Amann, Georg Gebhardt, Elisabeth Böller-Kielhorn, Günter Widmann und 2. Bürgermeister Josef Birner an. Bild: ag
Lokales
Hirschau
29.10.2014
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"Die Hirschauer SPD wird weiterhin ein verlässlicher Partner der Bürger sein", betonte der alte und neue Vorsitzende Günther Amann. Die Parteimitglieder bestätigten ihn für weitere zwei Jahre im Amt.

Laut Amann waren vier Wahlen vom Herbst 2013 bis ins Frühjahr 2014 eine Herausforderung. Sowohl bei der Land- und Bundestagswahl als auch bei der Europawahl habe der Stimmenanteil der SPD bei jeweils rund 25 Prozent gelegen. Als Vertrauensbeweis der Bürger in die Politik und die Kandidaten der SPD wertete Amann das Ergebnis von 35,39 Prozent bei der Wahl des Stadtrats. Dabei habe die SPD einen weiteren Sitz errungen und sei nun mit sieben Stadträten vertreten. Amann bedauerte es, dass es Josef Birner nicht gelungen sei, den Chefsessel im Rathaus zu erobern. "Er wäre ein gutes Stadtoberhaupt gewesen", sagte Amann und blickte zurück auf die zahlreichen Aktivitäten der Sozialdemokraten: Sommerfest im Schlossgarten, Teilnahme an Weihnachtsmarkt und Ferienprogramm der Stadt. Neu sei der "Rote Montag" als Faschingsveranstaltung im Partyzelt, der 2015 wiederholt werden soll.

Als Höhepunkt wertete der Vorsitzende die 95-Jahr-Feier der Hirschauer SPD mit Europaabgeordnetem Ismail Ertug. Die SPD sei in der Stadt die älteste politische Kraft und könne stolz auf ihre Vergangenheit sein. Die historischen Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität hätten nichts an Aktualität verloren. "Unsere Werte bleiben, aber die konkreten politischen Antworten unterliegen dem Wandel."

Die SPD sei thematisch bestens für die Kommunalwahlen vorbereitet gewesen, betonte 2. Bürgermeister Josef Birner. Nun gelte es, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten möglichst viel aus dem Wahlprogramm umzusetzen. Die Altstadtsanierung bezeichnete Birner als gelungen, plädierte aber für mehr Grün in der Innenstadt. Er bedauerte, dass der behindertengerechte Zugang an der Ostseite der Kirche wieder zurückgebaut worden sei. "Die Altstadt muss seniorengerecht gestaltet werden", meinte er mit Blick auf den demografischen Wandel.

Ein besonderes Augenmerk werde die SPD auf Konzept und Sanierung der Kinderspielplätze legen. Birner begrüßte, dass an der Sonnenstraße in Kürze rund 30 Bauplätze verfügbar sein werden, die familienfreundlich gefördert würden. Kritisch war seine Prognose für die finanziellen Aussichten der Stadt Hirschau: Da die örtlichen Betriebe mit konjunkturellen Eintrübungen kämpften, "muss sich die Stadt auf sinkende Gewerbesteuer-Einnahmen vorbereiten."

Die SPD diskutierte abschließend Themen wie Ärzteversorgung und Zukunft des Josefshauses. Zur Frage der Aufnahme von Asylbewerbern regte Amann einen runden Tisch mit allen an, die einen Beitrag zur Integration leisten könnten: Kindergärten, Schulen, Betreuungseinrichtungen sowie Vereine und Verbände.
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