Über 15 000 Watt bestrahlen morgen die 32 Meter breite Bühne im Schlosshof, wenn es heißt: Vorhang auf für die 6. Hirschauer Festspiele und das Schelmenstück "Der Glockenkrieg".
Im Lichte von 15 000 Watt

Alfred Härtl (links) und Sepp Strobl sind Garanten dafür, dass die 70 Glockenkrieg-Darsteller immer ins rechte Licht gerückt und für die Festspielbesucher optimal zu verstehen sind. Bild: u
Lokales
Hirschau
16.07.2015
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(u) Dass das Licht tatsächlich angeht, die Beleuchtung die jeweilige Stimmung und Atmosphäre des Stücks aufnimmt und die Schauspieler ins rechte Licht gerückt werden, das ist zu allererst wieder Alfred Härtl zu verdanken. Mit seiner Kompetenz, Erfahrung und Ruhe ist er ein Garant dafür, dass die Schauspieler und Sänger perfekt mit Licht, Ton und anderen technischen Kleinigkeiten versorgt werden.

Aufwendige Aufbauten

Die Installation der Beleuchtungs- und Tontechnik ist bei den Freilichtaufführungen, die bis in die Nacht dauern, jedes Mal ein Riesenprojekt. Die Vorführungen bedeuten nicht nur für die Darsteller Stress, sondern auch für die Techniker. Schließlich dürfen weder Licht noch Strom während des Stückes ausfallen.

Alfred Härtl macht kein Hehl daraus, dass die Aufbauten seit dem ersten Stückl-Festspiel im Jahr 2005 immer mehr und immer aufwendiger wurden. Da alle zwei Jahre zum Teil dieselben Routinearbeiten wie das Verlegen der Kabel und das Montieren der Lautsprecher an bestimmten Plätzen anfielen, nutzte Härtl die zwei Jahre seit dem vergangenen Festspiel, um viele Strippen fest zu installieren. An die 1000 Meter Kabel hat er seither verlegt.

Härtl ist nicht nur für den Aufbau der Beleuchtung zuständig. Auch die Akustik fällt in seinen Verantwortungsbereich. Da es sich überwiegend um fliegende Aufbauten handelt, musste besonders auf die Sicherheit der Darsteller geachtet werden. Hinter der Bühne ist es relativ dunkel, weshalb dafür Sorge getragen werden musste, dass niemand über ein Kabel stolpern kann.

Die gesamte Installation musste zudem so angelegt werden, dass sie auch stärkstem Regen standhält. In keine Steckverbindung darf auch nur die geringste Feuchtigkeit eindringen. Ein Ausfall der Licht- und Tontechnik während der Aufführung wäre so gut wie programmiert. Bei den zurückliegenden Festspielen hatte Alfred Härtl das Problem sicher im Griff. Trotz teilweise heftiger Regenfälle gab es bisher keinen technischen Ausfall.

Bei den Aufführungen steht Alfred Härtl selbst auf der Bühne, dieses Mal als Schnaittenbacher Magister. Daher bedient während der Aufführung Sepp Strobl das Ton- und Lichtmischpult. Er sorgt je nach Szene für die Ausleuchtung der Bühne und die Beleuchtung der Schauspieler. Harte Schatten sollen dabei möglichst vermieden werden.

Acht Aufführungen

Dass all diese Arbeiten nur nach Einbruch der Dämmerung gemacht werden konnten, versteht sich von selbst. Nicht selten kam es vor, dass Härtl und Strobl bis nachts um 1 Uhr noch auf den Beleuchtungstürmen und am Lichtmischpult standen und mit einigen Darstellern nach den optimalen Einstellungen suchten. Vor jeder der acht Aufführungen gilt es, die Checkliste nochmals zu überprüfen und Funktionstests mit allen Schweinwerfern, Mikrofonen und Lautsprechern bis hin zur Videoaufzeichnung zu machen. Alfred Härtl und Sepp Strobl und ihr Helferteam sind jedenfalls bestens auf den Glockenkrieg vorbereitet.
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